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Jedes Jahr im Januar, wenn du etwas sportlich interessiert bist, kannst du eine Beobachtung machen. Zumindest wenn du wo angemeldet bist im Fitnessstudio. Im Januar wird es immer besonders voll. Und das ist tatsächlich so, da wird es eng an den Geräten. Da merkt man, da ist richtig viel Trubel, aber das flacht relativ schnell wieder ab. Und das ist ein Paradebeispiel für Vorsätze, die sich viele Menschen vornehmen, indem sie versuchen, ihr Verhalten zu ändern. Indem sie merken, das passt irgendwie nicht so, ich muss mein Verhalten irgendwie optimieren, ich muss mein Verhalten verbessern. Nehmen sich was vor, man muss kein Prophet sein, um dann festzustellen, das läuft meistens ins Leere. Man hat versucht, sein Verhalten zu ändern, aber was Grundlegendes dahinter hat man nicht geändert. Und genau das ist was, was uns die Bibel nämlich anders berichtet und das werden wir uns heute anschauen. Die Bibel berichtet uns nicht von einem neuen Lebensstil, den wir einen christlichen Lebensstil vielleicht dann pflegen, ein braveres Leben, ein sozialeres Leben, sondern die Bibel berichtet uns von einer neuen Natur, die wir bekommen. Dass wir ein neuer Mensch werden, ein komplett neues Leben bekommen und erst daraus wachsen die neuen Gewohnheiten. Und das wollen wir uns zusammen anschauen. Unter dem Titel Christ sein ist kein Lebensstil, sondern es ist ein neues Leben. Und da werden wir uns heute Römer 8 anschauen. Passt ja ganz gut. Letzte Woche haben wir uns Römer 7 angeguckt. Da hat der Friedrich uns Römer 7 gezeigt. Da werden wir nochmal kurz drauf eingehen. Und heute in Römer 8, die Verse 1 bis 17. Und bevor wir da einsteigen, mal ein kurzer Fahrplan, was wir uns heute anschauen werden. Wir werden uns heute vier Punkte anschauen. Und zwar einmal, dass wir freigesprochen sind. Das ist die Grundlage, dass dem Gesetz Genüge getan ist. Das wird so der erste Block sein. Der zweite wird dann sein, dass wir neu ausgerichtet sind. Eine 180-Grad-Drehung. Der dritte wird sein, dass wir befähigt sind. Zu was und wie werden wir uns anschauen. Und das vierte, dass wir adoptiert sind und was das bedeutet. Und wir werden diese vier Punkte auch abschnittsweise lesen. Und wir beginnen jetzt mal in dem ersten Abschnitt, Römer 8, die Verse 1 bis 4. Römer 8, 1-4. Fleisch der Sünde und um der Sünde willen und die Sünde im Fleisch verurteilte, damit die vom Gesetz geforderte Gerechtigkeit in uns erfüllt würde, die wir nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist. Erstmal, wenn man es das erste Mal liest, muss man vielleicht erst mal zweimal lesen, nicht ganz einfach geschrieben, so römertypisch, aber es steht zu viel drin. Und im Endeffekt, im ersten vier Versen haben wir nochmal das Evangelium komprimiert. Angeklagt, unmöglich, Gott zu gefallen. Gott sandte seinen Sohn als Mensch auf die Erde, indem er die Strafe auf uns trug, sind wir freigesprochen und dem Gesetzesgenüge getan. Paulus hat es hier so komprimiert nochmal zusammengefasst. Und man könnte jetzt fragen, naja, das haben wir jetzt im Römer schon öfters gelesen. Das Kern des Römers ist ja das Evangelium. In Römer 3, 21 haben wir gelesen, in Römer 5, wo es darum geht, jetzt haben wir Frieden mit Gott. Warum wird es jetzt hier nochmal beschrieben? Und deshalb mal kurze Einordnung, wo wir gerade uns in Römer überhaupt befinden. Der Römer startet so, dass wir, das hat der Benni gerade angesprochen, dass er uns erstmal vor Augen zeigt, wie schlecht wir eigentlich dastehen, dass wir verdammt sind vor Gott, dass wir keine Chance haben. Und da wird auch Verschiedenes aufgezählt. der Religiöse, der Jude, der Heide. Und er kommt zu dem Schluss, alle sind Sünder, alle sind verdorben. Und letzte Woche haben wir uns dann angeguckt, da hat der Friedrich uns gezeigt, in Kapitel 7, dass das Gesetz die Sünde aufdeckt. Also sie zeigt uns die Sünde, das Gesetz an sich ist gut, aber es kann uns nicht befreien, weil wir es nicht schaffen. und wir erkennen irgendwie die Ohnmacht, dieser Zwiespalt, du willst das Gute eigentlich tun, aber du merkst, du kannst es nicht. Und am Ende des Kapitel 7 schreibt er dann der Paulus, wer wird mich erretten? Und dann kommt eben die Befreiung allein in Christus. Wir sind im Gesetz gestorben und wir bekommen ein neues Leben im Geist. Aber um nochmal diesen Anschluss zu bekommen von Kapitel 7 von letzter Woche, lese ich nochmal die letzten Verse von Kapitel 7 und zwar in einer anderen Übersetzung in NGU. Ich unglückseliger Mensch, mein ganzes Dasein ist dem Tod verfallen. Wird mich denn niemand aus diesem elenden Zustand befreien? Das ist genau dieser Zustand Ich tue nicht das Gute das ich tun will sondern das B das ich nicht tun will was eben durch das Gesetz gezeigt wird Und dann Vers 25 doch und daf danke ich Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn. Es gilt also beides. Während ich meiner innersten Überzeugung nach dem Gesetz Gottes diene, bin ich doch gleichzeitig, so wie ich von Natur aus bin, an das Gesetz der Sünde versklavt. Also ein reiner christlicher Lebensstil, der sich an dem Gesetz orientiert, der versucht, hier alles einzuhalten, das reicht nicht. Und hier kommen wir jetzt in Kapitel 8, in Vers 1, wo Paulus die bange Frage stellt, müssen wir denn nun damit rechnen, noch mal verurteilt zu werden? Und die Antwort ist nein, weil der Grundstein für das neue, befreite Leben gelegt ist. Und das gilt für alle, die in Christus Jesus sind, die mit ihm verbunden sind, die an ihn glauben. und wer den Römerbrief eben, wie der Benni uns zur Einleitung gesagt hat, mal von Anfang an gelesen hat, wie deutlich, wie gravierend wir eigentlich in einem Zustand sind und waren, wo wir vor Gott verloren sind und wo wir von uns aus keine Chance hatten, umso größer wird dann auch die Gnade. Und deshalb hat der Paulus auch in Römer so viel am Anfang investiert, wo er uns klipp und klar über mehrere Kapitel, in langen Kapiteln gezeigt hat. Wie verdorben wir sind. Und umso größer wird die Gnade, die wir jetzt heute hier lesen dürfen in dem Vers 1. Und in Vers 2 lesen wir jetzt da jetzt, da könnte man jetzt meinen, kommt da jetzt ein neues Gesetz ins Spiel. Da steht nämlich, denn das Gesetz des Geistes, des Lebens in Jesus Christus hat mich freigemacht. Ist das jetzt ein neues Gesetz? Weil das Gesetz Mose, das hat uns mit der Diagnose allein gelassen, wir schaffen es nicht. Das ist der Anspruch Gottes, aber wir haben gemerkt, wir schaffen es nicht. Das war nicht imstande, uns zu befreien. Wir lesen, es scheitert an der menschlichen Natur. Wir wollten nicht und wir konnten nicht. Und dieses neue Gesetz des Geistes, damit es die neue Macht gemeint, die jetzt in uns wirken darf, wenn du an Jesus glaubst. Und diese Macht schenkt Leben, statt nur irgendwelche Regeln aufzustellen. Und das wurde nur möglich, weil Jesus uns gleich wurde, der aber ohne Sünde und an unserer Stadt die Strafe auf sich genommen hat. Und deshalb sind wir freigesprochen, wenn du an ihn glaubst, deine Sünden und deine Unfähigkeit bekannt hast. Und deshalb ist es auch sogar juristisch sauber. Es ist nicht einfach nur eine Gnade vor Gott, weil Gott Gnade vor Recht Gewalten hat lassen, sondern er hat seinen Sohn dafür gegeben. Und dieses neue Gesetz, das könnte man auch so vergleichen, Das hat McDonalds ein schönes Bild dafür mal beschrieben. Du kannst einen Ball in die Luft werfen und er kommt zurück. Die Schwerkraft. Weil er schwerer ist als die Luft, die er verdrängt und deshalb kommt der Ball wieder runter. Aber ein lebendiger Vogel, der ist auch schwerer als die Luft, aber er fliegt trotzdem davon. Weil das Gesetz des Lebens im Vogel besiegt das Gesetz der Schwerkraft. Und so rüstet uns der Heilige Geist mit dem Auferstehungsleben von Jesus aus und macht den Sünder frei von dem Gesetz, Sünde und des Todes. Deshalb ist das alte Gesetz nicht irgendwie auf einmal verschwunden, aber das neue Gesetz des Geistes, das Jesus in uns lebt, der überwinde das Bestehende. Und wenn du jetzt genau, je nachdem welche Übersetzung du hast, ist dir vielleicht auch aufgefallen, dass im Vers 1, da will ich nur ganz kurz darauf eingehen, ist in Schlachter zum Beispiel ein Zusatz, also ein längerer Vers 1 als in der Elberfelder. In dem Vers 1 steht, nämlich in der Schlachter steht, so ist jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist. Und das könnte man jetzt vielleicht so verstehen, naja, ist das jetzt eine Bedingung? Also muss ich jetzt quasi erst im Geist wandeln? Bin ich erst dann befreit von der Verdammnis? In anderen Übersetzungen, zum Beispiel in der Elberfelder, ist es gar nicht der Fall. Also da ist dieser zweite Passus nicht da, sondern da steht dann einfach, also ist jetzt keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind. Hintergrund ist, das ist der gleiche Passus, der auch in Vers 4 steht. Manche sagen, dass das von Vers 4 in manchen Abschriften nach oben nochmal zusätzlich gerutscht ist. Aber das macht eigentlich gar keinen Unterschied, weil es ist hier keine Bedingung, sondern es ist eine Folge. Und es ist genau das, was wir auch von Daniel in der Predigt in der Reihe gehört haben. Und das zieht sich durch die Bibel durch. Es ist immer eine Folge. Die Grundlage ist die Erlösung, das Werk von Jesus. Und alles andere, unser Werk oder was wir tun können, oder die Werke, die Früchte, die sichtbar werden, das ist immer die Folge. Und das werden wir auch heute sehen, dass sich das auch hier durchzieht. Und wir d aber aus dem ersten Passus erstmal mitnehmen aus dem ersten Punkt wir sind freigesprochen und das ist die Grundlage und vielleicht gibt es immer mal wieder auch Situationen wo du denkst Gott kann doch kein Gefallen mehr an mir haben. Jetzt bin ich wieder da gestolpert. Jetzt bin ich wieder, habe ich vielleicht wieder kein Zeugnis gegeben. Jetzt habe ich wieder gesündigt. Und wir dürfen uns darauf berufen, du bist freigesprochen, wenn du Jesus hast. Es gibt dann keine Anklage mehr. Auch nach einer schwierigen Woche, wo du vielleicht Jesus traurig gemacht hast. Und die meisten von euch kennen das Lied und das haben wir auch schon öfters gesungen. Ein für alle Mal erlöst, ein für alle Mal erkauft, ein für alle Mal stehen wir gerecht vor dir. Ein für alle Mal erlöst, ein für alle Mal befreit, ein für alle Mal stehen wir gerecht vor dir und rühmen deine Herrlichkeit. Und es ist immer wieder wichtig, dass wir uns bewusst machen, dass der Freispruch geklärt ist. Das ist die Basis, auf der wir leben dürfen und auf der wir handeln und wandeln dürfen. Und als nächstes kommt dann die neue Ausrichtung. Was bedeutet denn das, wenn wir jetzt freigesprochen sind, wenn wir ein neues Leben bekommen? Und das wird in den Versen 5 bis 11 beschrieben. Und das wollen wir uns mal zusammen als nächstes durchlesen. Die Verse 5 bis 11, neu ausgerichtet. Denn diejenigen, die gemäß der Wesensart des Fleisches sind, trachten nach dem, was dem Fleisch entspricht. Diejenigen aber, die gemäß der Wesensart des Geistes sind, trachten nach dem, was dem Geist entspricht. Denn das Trachten des Fleisches ist Tod, das Trachten des Geistes aber Leben und Frieden. Weil nämlich das Trachten des Fleisches Feindschaft gegen Gott ist, denn es unterwirft sich dem Gesetz Gottes nicht und kann es auch nicht. Und die im Fleisch sind, können Gott nicht gefallen. Ihr aber seid nicht im Fleisch, sondern im Geist. Wenn wirklich Gottes Geist in euch wohnt, wer aber den Geist des Christus nicht hat, der ist Nichtsein. Wenn aber Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot um der Sünde willen, aber der Geist ist Leben um der Gerechtigkeit willen. Wenn aber der Geist dessen, der Jesus aus den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, So wird derselbe, der Christus aus den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt. Wir bekommen hier zwei Richtungen aufgezeigt. Einmal der Fleisch, fleischliche Mensch oder der Fleisch und Geist. Die beiden werden jetzt in diesem Absatz immer wieder gegenübergestellt. Einmal die, die nach dem Fleisch sind, man könnte auch sagen, nach der alten Natur, die trachten nach dem und die neues Leben haben in Jesus, die sind gemäß der Wesensart des Geistes und die trachten nach dem, was dem Geist entspricht. Die zwei werden gegenübergestellt. Man könnte auch sagen, das ist in der NGU etwas einfacher formuliert, wer sich von seiner eigenen Natur bestimmen lässt, dessen Leben ist auf das gerichtet, was die eigene Natur will, Also was ich will, das eigene Herz. Und wer sich vom Geist Gottes bestimmen lässt, ist auf das gerichtet, was der Geist will. Und es gibt nur diese zwei. Das Problem ist jetzt aber, die eigene Natur, also diese eine Seite sozusagen, die steht dem Wellen Gottes feindlich gegenüber. Sie will nicht, was Gott will. Und ist auch nicht mal dazu fähig, wie wir in Vers 7 lesen. Also sie kann und will nicht. und deshalb kann ein solcher Mensch Gott nicht gefallen und er will es auch gar nicht. Er ist in Rebellion gegen Gott. Und wer es so sät, lesen wir hier, der wird den Tod ernten. Was die menschliche Natur, also unser Herz sozusagen, unser altes Herz will oder zustande bringt, das können wir in Galater 5,19 nachlesen. Da ist quasi so ein kleiner Katalog an Früchte und der Sünden von sexueller Sünde, religiöser Sünde, Götzendienst, zwischenmenschlicher Sünde, Zorn, Eifersucht etc. wird alles aufgeführt. Ich lese jetzt nicht alles im Detail durch. Es geht quasi um die Grundausrichtung von dem alten Menschen und die ist immer gegen Gott. Das Problem ist jetzt nur, das ist der Werkszustand. Das ist quasi der Zustand, der Auslieferungszustand, wie man in der Technik sagen würde. Das ist der Zustand, den wir haben, wenn wir auf die Welt kommen. Und genau deshalb muss die Rechtsförderung erfüllt werden und Jesus sterben. Und dieses Trachten, also entweder ich trachte nach dem, was die eigene Natur will, oder ich trachte nach dem, was Gottes Geist will. Dieses griechische Wort, das wurde in der Antike auch gebraucht, um zu beschreiben, auf welcher Seite steht man, wofür engagiert man sich. Also zum Beispiel innerhalb einer Partei. Bin ich auf der Seite oder auf der? Aus dieser Richtung kommt dieses Wort her. Und in Galater sagt es ähnlich, wer auf dem Boden seiner selbstsüchtigen Natur sät, wird als Frucht seiner Selbstsucht das Verderben ernten Wer dagegen auf dem Boden von Gottes Geist s wird als Frucht des Geistes das ewige Leben ernten Und genau deshalb ist dieser Spruch, den man in Insta ganz häufig sieht oder auch sonst in unserer Gesellschaft, folge deinem Herzen, kein wirklich guter Rat. Das ist ja einer der meistgehypteten Empfehlungen. Tu, was dir gut tut, folge deinem Herzen. Aber was ist es? Im Endeffekt ist es Egoismus. Es ist das Leben nach der eigenen selbstsüchtigen Natur und damit Feindschaft gegen Gott. Und das Ende ist auch vorprogrammiert. Verdammt ist, weil jeder von uns einmal vor Gott stehen wird. Jeremia schreibt es sogar schon im Alten Testament, überaus trügerisch ist das Herz und bösartig, wer kann es ergründen? Das ist die eigene Natur. Wie der Benni auch schon uns in der Einleitung gesagt hat oder gezeigt hat, zu was das führt. Und wir haben entweder diesen einen Weg, das ist der Standardweg, oder du bekommst eine neue Ausrichtung. Deine Kompassnadel dreht sich um 180 Grad. Und die Frage ist, wem gehörst du? Nicht, was hast du getan, sondern wem gehörst du? Welche Stellung hast du vor Gott? Und wenn du Jesus kennst, dann bekommst du diese Neuausrichtung. Und es ist dann nicht nur ein neuer Lebensstil, so ich mache jetzt hier bessere Taten, sondern dann bekommst du ein echtes neues Leben, das die Ewigkeit im Blick hat und das dadurch ausgerichtet ist, was Gott möchte. Und wir haben eine neue Position, weil der Heilige Geist in uns wohnt. Ohne Jesus, der uns die Gerechtigkeit geschenkt hat, wäre das nicht möglich. Und wir lesen weiter, dass der Körper an sich, das kriegen wir jeden Tag mit, der verfällt trotzdem. Wir sind in einem sterblichen Leib. Aber in uns lebt die Kraft, die Jesus von den Toten auferweckt hat. Das ist nicht irgendeine Kraft, sondern sie wird tatsächlich so beschrieben, dass es eine Kraft ist, die Jesus auferweckt hat von den Toten. Wenn aber der Geist dessen, der Jesus aus den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, So wird derselbe, der Christus aus den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen. Das ist die Hoffnung, die wir haben dürfen. Und diese Hoffnung auf die Zukunft, die wird der Paulus im zweiten großen Abschnitt von unserem Kapitel heute noch näher erläutern. Das wird der Friedrich dann nächstes Mal machen, wo, ich glaube, so um die 20 Verse grob, auf diese Ausrichtung, auf diese Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit, die wir damit haben, wo er eingeht. Für uns heißt aber, die Frage entscheidend ist, sind wir neu ausgerichtet? Es gibt nur den Status Rot oder Grün, es gibt kein Gelb. So, naja, du hast schon ein bisschen was gemacht, aber ganz ist es noch nicht. Entweder du hast ein neues Leben, du hast den Geist bekommen oder du bist Gottes Feind. Es gibt nichts dazwischen. Entweder du bist von Jesus befreit worden und in dir lebt Gottes Geist, der dein Leben neu ausrichtet, der in dir den Wunsch weckt, Jesus und Gott zu gefallen, für ihn zu leben und dessen Normen und Maßstäbe dein Leben prägen oder du hörst auf dein Herz. Und wenn wir das hier haben, diese neue Ausrichtung, dann sind wir befähigt. Und das möchte ich in den beiden Versen 12 und 13 mit euch lesen. Wenn wir nämlich neues Leben, den Freispruch und den Geist Gottes haben, der in uns wirkt, der so eine große Kraft hat, dass er Jesus auferweckt hat, das führt dazu, dass wir befähigt sind, gegen Sünde zu kämpfen. Römer 8, Vers 12 bis 13, lesen wir die beiden Verse. So sind wir also, ihr Brüder, dem Fleisch nicht verpflichtet, gemäß dem Fleisch zu leben. Denn wenn ihr gemäß dem Fleisch lebt, so müsst ihr sterben. Wenn ihr aber durch den Geist die Taten des Leibes tötet, so werdet ihr leben. Wir sind nicht nur beschenkt, wir haben nicht nur einen freigesprochenen Status vor Gott, sondern wir sind auch befähigt und nicht mehr verpflichtet. Wir haben die Kraft, gegen die Sünde zu kämpfen. Da sind wir im Bereich, wie man auch sagt, der Heiligung, dass wir Jesus ähnlicher werden wollen. Und es gibt Theologen, die unterscheiden das. Aber vielleicht mal ganz kurz erstmal, also wichtig ist nochmal, bevor wir da einsteigen. Der Status ändert sich dadurch nicht. Die Grundlage, dass wir befreit sind, nicht mehr angeklagt, dass wir freigesprochen sind, das ist die Grundlage und der ändert sich dadurch nicht. Aber der Charakter, der wird neu ausgerichtet. Der ist aber nicht sofort neu. Und wir kämpfen immer noch jeden Tag damit, wo wir unser altes Herz merken, wo wir immer noch Gott nicht so lieben, wie Gott es gefällt.
Ein schönes Beispiel ist da, es gibt keine 60% Staatsbürgerschaft. Also wenn du eingebürgert wirst und den Pass bekommst, dann bist du entweder Bürger dieses Staates oder nicht. Da gibt es keine 50, 70, 80%. Entweder du hast den Pass oder nicht. Das lässt sich genau datieren. Aber am Tag nach der Einbürgerung ist vielleicht deine Sprache genauso schlecht wie vor dem Tag der Einbürgerung. Vielleicht kennst du die Witze noch nicht so genau, denkst in vielen Dingen vielleicht noch anders, du kennst die Feiertage nicht so genau, aber deshalb bist du trotzdem ein Staatsbürger, weil du den Pass hast. Und so ist es auch für uns, wir sind freigesprochen, wir haben den Status, wir sind Bürger des Himmels, aber wir haben den Wunsch, Gott ähnlicher, Jesus ähnlicher zu werden. Aber das ist nichts, was vielleicht von heute auf morgen gleich sich ändert. Wichtig ist aber, was uns Paulus hier in den zwei Versen, 12 bis 13 sagt, dass wir nicht mehr verpflichtet sind, unserer alten Natur zu dienen. Das heißt, die Sünde ist nicht mehr Herr über uns. Heißt es, dass wir nicht mehr sündigen? Ich glaube, das kann jeder von uns sagen, wenn man die Woche zurückschaut. Nein, wir stolpern oft noch. Aber wir sind nicht mehr unter der Sünde geknechtet. Ganz praktisch heißt es, der Geist befähigt uns und wir müssen aber auch einen Teil dazu beitragen. John Owen hat ein ganzes Buch darüber geschrieben von der Abtötung der Sünde. Da geht es genau um diesen Vers in Römer 8. Und er hat ein Zitat von ihm gesagt, er wirkt das Werk unserer Abtötung der Sünde in uns nicht so, als dass er es nicht auch immer eine Aufgabe unseres Gehorsams bleiben lässt. Das Buch ist schon ein bisschen älter, deshalb wiederhole ich nochmal das Zitat. Er wirkt das Werk unserer Abtötung der Sünde in uns nicht so, als dass er es nicht auch immer eine Aufgabe unseres Gehorsams bleiben lässt. Das heißt, er stattet uns mit seiner Kraft aus, er befähigt uns und gibt uns eine neue Ausrichtung zu gefallen, aber es braucht auch unseren Gehorsam dazu, dass wir ihm ähnlicher werden. Und trotzdem stolpern wir. Vielleicht denkst du da auch an bestimmte Lieblingssünden und denkst dir, ey, ich schaffe das niemals. Ich stolper da jedes Mal drüber, betet für mich, aber ich kann es nicht. Und da ist die Botschaft heute, die Sünde ist nicht mehr dein Herr. Sie hat kein Anrecht mehr auf dich. Der Kampf, der bleibt lebenslang. Wir werden nie an dem Punkt sein, das sagt uns die Bibel nicht, dass wir irgendwann sagen ach ich habe jetzt alle S abget alle S besiegt Das ist nicht so Aber er ist nicht mehr komplett aussichtslos und du k sie nicht allein Und die Grundlage ist immer wir sind befreit von der Anklage, befreit von der Macht der Sünde. Und die Kraft kommt vom Gottesgeist, der lebendig macht. Das heißt aber auch ganz konkret, für den Alltag kann das sein, mach die erst mal, und das zeigt uns heute dieser Text, bewusst, wer du bist. Wenn du Jesus hast, dann bist du ein befreites Kind Gottes, das an dem die Sünde nicht mehr Herr ist. Der Teufel will uns alles anderes zeigen. Er zeigt dann wieder, wo wir ständig gefallen sind, wo wir Mist gebaut haben, wo wir Gott traurig gemacht haben, wo du vielleicht versagt hast. Aber wir dürfen um unseren Status wissen, wir sind befreit, wir sind Gottes Kinder, das kommt als nächstes noch. und in uns wirkt eine Kraft, die die Macht der Sünde besiegt hat. Und es kann ganz konkret aber auch heißen, dass du Gott um Leitung betest und auch ihm die Sünden bringst, wo du immer wieder versagst, wo du ihn hinbringen kannst. Wo du vielleicht ganz konkret im Alltag dir überlegst, naja, was sind denn so Situationen, wo ich genau in solche Situationen reinkomme, wo ich sündige? Gibt es Themen, wo ich vielleicht schon vorher verhindern kann? Ganz konkret auch Strategien zu überlegen, muss ich in diese Situation hier oder dort reingehen, wenn ich weiß, da wird es gefährlich. Manche verzichten auch bewusst für eine bestimmte Zeit auf bestimmte Dinge, um Selbstbeherrschung zu lernen. Zwei Wochen kein Kaffee, vielleicht eine größere Herausforderung für den anderen weniger. oder dass du dir jemanden suchst, eine Person in der Gemeinde, mit der du darüber sprichst. Wir sind in der Gemeinde auch dazu ermahnt, uns gegenseitig zu ermahnen, uns zu helfen. Heißt es, dass es dann immer gelingt und wir jetzt hier die mit wehenden Fahnen, die Sündenbesieger sind? Nein. Dafür müssen wir nur in die letzte Woche schauen. Aber wir dürfen uns trotzdem unsere Statusbewusstsein und auch aktiv überlegen, was Jesus in uns wirkt und was wir tun können in unserem Beitrag. Und das Schöne an unserem heutigen Abschnitt ist, diese Verantwortung, die da bei uns mit reinkommt, ist umrahmt vom Freispruch, vom ersten Passus und vom letzten Passus, nämlich, dass wir Kinder Gottes sind. Und das lesen wir jetzt in den Versen 14 bis 17. Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes. Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, dass ihr euch wiederum fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist der Sohnschaft empfangen, indem wir rufen, Abervater. Der Geist gibt selbst Zeugnis zu haben mit unserem Geist dass wir Gottes Kinder sind Wenn ihr aber Kinder sind so sind wir auch Erben n Erben Gottes und Miterben des Christus Wenn wir wirklich mit ihm leiden damit wir auch mit ihm verherrlicht werden Vers 13 beschreibt den Kampf gegen die Sünde und Vers 14 bis 16, wo wir jetzt durchgelesen haben, zeigen, wer der ist, der da kämpft. Das ist nicht ein Sklave, der sich bewähren muss und wenn er sich nicht bewährt hat, naja, dann ist er der Gnade nicht würdig geworden, sondern es ist ein adoptierter, mündiger Sohn, der geführt wird, der eine Sohnschaft hat, das ist ein Rechtsstand, das ist kein Gefühl, sondern das ist ein Rechtsstand und der die Gewissheit haben darf, weil ihm der Geist es bezeugt, ich bin Gottes Kind. Und das ist eine Sicherheit und die ist entscheidend. Das Töten der Taten sozusagen oder der Sünde, das geschieht innerhalb der gesicherten Sohnschaft. Nicht damit ich bei Gott besser dastehe, sondern es macht das zum Kennzeichen, nicht zur Bedingung. Also wieder genau das, was wir vom Daniel gehört haben. Die Grundlage ist die Gnade und die Werke oder die Früchte, das ergibt sich daraus. und nicht umgekehrt, nicht um mir die Gnade zu verdienen, nicht um vor Gott besser dazustehen. Und das Gesamtbild ist, wir sind befreit, neu ausgerichtet, ausgestattet mit neuem Leben und das hat Auswirkungen auf unser praktisches Leben und erfordert aber auch unseren Gehorsam. Und dabei sind wir Kinder Gottes, nicht Sklaven, nicht Angestellte, sondern Kinder, die Abba-Vater rufen dürfen. Jesus weiß, wie es dir geht und du kannst immer zu dir kommen, zu ihm kommen, auch wenn du wieder versagt hast. Wir haben den direkten Zugang. Ich glaube, letzte oder vorletzte Woche war das, wo der Sebastian in der Einleitung uns gezeigt hat, wie es im Alten Testament war, wie man zu Gott kommen konnte. Nämlich in Jerusalem, im Tempel und da im Allerheiligsten. Und wir haben die Einladung vom Herrn Jesus, kommt her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid. Spannenderweise, wir haben im Männerkreis haben wir immer wieder ein neues Buch und das finde ich zeigt, zwei Bücher, die wir durchgenommen haben oder durchnehmen, zeigen genau dieses Zusammenspiel aus meiner Sicht. Das eine ist, wo ich schon gesagt habe, das Abtöten der Sünde. Huch, was muss ich jetzt tun? So ein bisschen in die Richtung. Und das andere, was wir gerade machen, ist gütig und sanft. Wurde, glaube ich, hier auch schon mal als Buchempfehlung gemacht von David Ortlund, wo es genau darum geht, Wir dürfen immer zu Jesus kommen. Wir haben oftmals das Gefühl, wenn wir als Christen leben und wir haben dann wieder versagt, dass wir denken, okay, jetzt muss ich erst mal ein bisschen mehr Bibel lesen. Erst dann darf ich wieder zu Gott kommen. Und genau so ist es nicht. Sondern diese Einladung kommt her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, die gilt immer. Er freut sich, wenn du kommst. Jederzeit. Auch wenn du morgen wieder versagt hast, darfst du zu ihm kommen Und das ist der gro Unterschied diese Sicherheit die wir da haben d der gro Unterschied zu jeder Religion Dort wei du nie ob es reicht ob ich mich genug angestrengt habe, ob ich genug gehofft habe, sondern hier dürfen wir ganz sicher wissen, dass wir Gotteskinder sind. Und diese Sicherheit, es gibt ein Lied, das heißt Sicherheit, und das drückt diese Geborgenheit so wunderschön aus, das heißt, ich bin sicher bei dir, in dieser Welt, die uns betrügt, die deine Worte verdreht, ich bin sicher bei dir. Und ich will bestehen, ich will nicht falsch gehen, ich habe keine Angst, denn ich weiß, ich bin sicher bei dir. In einer vertretenen Welt bist du meine Sicherheit. Wo keiner die Wahrheit nennt, bist du meine Sicherheit. Und das dürfen wir mitnehmen in unseren Alltag. Und der Ausblick ist dann, wir sind nicht nur Kinder, sondern wenn wir Kinder sind, dann sind wir auch Erben. Das ist dann die Folge dahinter. Das wird dann im nächsten Abschnitt, den wir jetzt heute nicht mehr machen, noch weiter erläutert und was das bedeutet. Diese Hoffnung auf die Herrlichkeit, die wir haben. Und wenn wir uns nochmal diese vier Bereiche uns angucken, befreit, neu ausgerichtet, befähigt und adoptiert, das ist das Geschenk, das Jesus dir gibt. Und je mehr wir uns damit beschäftigt haben, Anfang Römer, wie es mit uns Menschen aussieht, dass wir verdammt sind, dass wir eigentlich keine Chance hatten, dass wir die Hölle verdient haben, und zwar jeder Einzelne von uns, umso großartiger wird die Botschaft. Und ich weiß nicht, wo du jetzt heute stehst. Vielleicht bist du in der Situation, dass du eben noch nicht die ganze Sache mit Jesus gemacht hast. Dann war die Botschaft heute wichtig. Es gibt nur den einen Zustand, Feind Gottes, Oder Kind Gottes. Es gibt nichts dazwischen. Nichts auf dem Weg dorthin oder in Arbeit oder sonstiges. Sondern entweder du hast ganze Sachen mit Jesus gemacht oder nicht. Vielleicht bist du gerade mit Jesus unterwegs, aber denkst dir gerade so, kämpfst mit Problemen, mit Sünde und fühlst dich gerade nicht geliebt. Dann darfst du wissen, dann ist diese Botschaft wichtig, du bist befreit, bedingungslos geliebt. Das ist die Grundlage. Ein Kind Gottes mit absoluter Sicherheit. Oder vielleicht hast du dich auch ertappt, dass du es dir gerne einfach machst, wenn die Sünde anklumpft. Naja, hat alles nicht so funktioniert. Dann dürfst du mitnehmen, dein Gott befähigt dich, gegen die Sünde zu kämpfen, den Kampf aufzunehmen. Befreit, neu ausgerichtet, befähigt und adoptiert. Und das dürfen wir euch die Woche mitgeben. Amen.