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Habt ihr mich eingeschalten oder habt ihr mich ausgeschalten? Also es leuchtet. Passt, ne? Der Rest liegt jetzt in eurer Hand. Laut oder leise? Laut, okay. Also bevor ich beginne, stelle ich mich vielleicht mal wieder kurz vor. in der Jürgen Kunder. Ich komme aus Gunsenhausen. Dort lebe ich zusammen mit meiner Frau, der Christiane und dem Elias. Ich habe noch eine Tochter, die hat geheiratet. Die hat unser Haus letztes Jahr verlassen, die Madeleine. Wir besuchen alle zusammen die christliche Versammlung in Schwabach. Wir freuen uns heute Morgen hier zu sein und den Gottesdienst mit euch zusammen erleben zu dürfen. Ich freue mich besonders, euch hier am Wort dienen zu dürfen. Und so der Herr Gnade schenkt, werden wir das auch pünktlich in 40 Minuten, hoffe ich, zu schaffen haben. Gut, soweit. Irgendwas vergessen? Der Text fehlt vielleicht noch an der Wand, Stefan. Und dann dürft ihr bitte aufschlagen. Wir starten gleich. Den Hebräerbrief Kapitel 5 dürft ihr aufschlagen, sofern ihr eine Bibel dabei habt. Als ich letztens so, das ist glaube ich kein unübliches Bild, so über die Felder gegangen bin, da ist mir ein richtig schöner Baum in den Blick gefallen. Ihr wisst ja, vom Wetter her haben wir schon leichte Herbstfärbung und dieser einsame Baum dort auf dieser Wiese, er hatte schon leicht gelbe Blätter, er war etwas älter, der Wind hatte ihn auch etwas gebogen, er war nicht ganz gerade. Aber er stand dort felsenfest auf diesem Hügel und man sah auch schon von der Ferne her, er hatte so schöne rote Äpfel dran, das war ein Apfelbaum. Und es war wirklich schön anzusehen und ich glaube, das passt auch gut ins Bild, was wir heute Morgen durchnehmen wollen. Wir wollen uns heute Morgen ein wenig über unsere Einstellung, über unser Herz einfach mal Gedanken machen. Wie stehen wir eigentlich zu Jesus Christus? Wie stehen wir zu seinem Wort? Wie verhalten wir uns zu seinem Wort? Wie verhalten wir uns gegenüber seinem Reden? Und wir wissen, am Ende unseres Lebens hat uns der Herr Frucht versprochen. Also jeder Gläubige, er wird Früchte haben. Früchte, die den Herrn verherrlichen. Und ich finde, dafür steht so ein schöner Apfelbaum im Herbst auf dem Feld, wenn ihr mal spazieren geht. Ich glaube, dieses Bild passt ganz gut. Das Jahr ist zu Ende fast. Ja, es ist schon kühl. Die Zeit ist vorbei. Und doch ist Frucht da zu sehen. Äpfel sind zu sehen. Frucht, die den verherrlichen, der diese Früchte geschaffen hat. Denn nicht wir pressen ja die Früchte aus uns selbst hervor, sondern sie sind ja das Werk Gottes, das Werk seiner Gnade. Und bevor wir beginnen, lese ich uns kurz den Text vor. Wir starten Hebräerbrief, Kapitel 5 und ich lese ab Vers 8. Und da heißt es, und obwohl er Sohn war, hat er doch an dem, was er litt, den Gehorsam gelernt. Und nachdem er zur Verendung gelangt ist, ist er allen, die ihm gehorchen, der Urheber ewigen Heils geworden. Von Gott genannt, hoher Priester, nach der Weise Melchisedex. Über ihn haben wir viel zu sagen, und zwar Dinge, die schwer zu erklären sind, weil ihr Träger geworden seid im Hören. Denn obgleich ihr der Zeit nach Lehrer sein solltet, habt ihr es wieder nötig, dass man euch lehrt, was die Anfangsgründe der Aussprüche Gottes sind. Und ihr seid solche geworden, die Milch nötig haben und nicht feste Speise. Wer nämlich noch Milch genießt, der ist unerfahren im Wort der Gerechtigkeit, denn er ist ein Unmündiger. Die feste Speise aber ist für die Gereiften, deren Sinne durch Übung geschult sind zur Unterscheidung des Guten und des Bösen. Darum wollen wir die Anfangsgründe des Wortes von Christus lassen und zur vollen Reife übergehen. Wobei wir nicht nochmals den Grund legen mit der Buße von toten Werken und dem Glauben an Gott, mit der Lehre von Waschungen, von der Handauflegung, der Totenauferstehung und dem ewigen Gericht. Soweit der Text. Vielleicht diejenigen, die mitschreiben. Ich gebe ganz kurz die Einteilung durch, die ich mir so aufgeschrieben habe. Also wir werden uns jetzt zuerst einmal eine kurze Hinf zum Text haben dann werden wir die Absicht des Hebr Briefschreibers uns anschauen wir werden uns den Zustand der Hebr der Briefempf anschauen und dann werden wir dar nachdenken im Praktischen was ihnen nicht hilft und was ihnen hilft. Und dann sollten wir soweit den Text einigermaßen durchgearbeitet haben. Und vielleicht ganz kurz zum Hinführen. Wir müssen ja auch einen gewissen Kontext herstellen. Wir wissen ja, der Hebräerbrief, er richtet sich, das sagt ja schon der Name, an die Hebräer und das Ziel des Schreibers ist, Jesus Christus den Hebräern groß zu machen. Also Jesus Christus, er wird hier als der Sohn vorgestellt im Kapitel 1, dann ist er besser als die Engel, besser als Mose und dann geht er eben im Kapitel 5 auch darauf ein, dass er hoher Priester ist, nach der Weise Melchisedex. Und er argumentiert und zitiert aus dem Alten Testament. Und dann endet er vorläufig dann, wir haben es gerade gelesen, im Kapitel 5, und zwar im Vers 8 bis 10. Und da heißt es dann, obwohl er Sohn war, hat er doch an dem, was er litt, den Gehorsam gelernt. Und nachdem er zur Vollendung gelangt ist, ist er allen, die ihm gehorchen, Und es ist wunderbar, was da steht. Der Urheber ewigen Heils geworden, von Gott genannt, hoher Priester nach der Weiße Melchisedex. Das ist so diese Zusammenfassung von den ersten Kapiteln des Hebräerbriefs. Jesus Christus, der Sohn Gottes, er litt, er war gehorsam und er ist zur Vollendung gelangt. Und er ist uns der Urheber ewigen Heils geworden. Jesus Christus, er ist alles. Jesus Christus, er ist das Zentrum. Und was macht er jetzt, Herr Schreiber? Jetzt macht er einen Exkurs, sagt man. Ein Exkurs, er ist eine kurze Abweichung vom eigentlichen Thema weg, um einen zusätzlichen Aspekt zu erklären und Hintergrundwissen weiterzugeben. Er geht jetzt von diesem Fokus weg und er fokussiert sich jetzt auf die Hebräer, auf die Briefempfänger. Und da sehen wir, was seine Absicht ist. Und das sehen wir dann im Vers 11, da lesen wir dann über ihn, also über Jesus. Haben wir viel zu sagen und zwar Dinge, die schwer zu erklären sind, weil ihr träge geworden seid im Hören. Also er möchte ihnen noch viel, viel mehr über Jesus Christus erklären. Tiefe Wahrheiten, harte Kost, Details, die schwer zu erklären sind, komplexe Zusammenhänge. Jesus soll ihnen mehr und mehr werden, größer und größer werden. Und das sehen wir schon im ersten Korintherbrief, Kapitel 1, Vers 30. Das ist ein so schöner Vers, der ist mir immer wieder groß. Da heißt es zum Beispiel, durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht worden ist, zur Weisheit, zur Gerechtigkeit, zur Heiligung und zur Erlösung. Dafür ist Jesus uns gemacht. Er ist das Zentrum, das Zentrum unseres Lebens, das Zentrum unseres Glaubens, das Zentrum dieser Welt. und ihn sollen die Hebräer mehr und mehr kennenlernen. Das ist seine Absicht. Er möchte, dass sie in Jesus Christus wachsen, dass ihr Leben Früchte bringt, ihr Leben verändert wird, dass sie seinen Fußstapfen folgen, dass sie Jesus nachfolgen. Aber, und jetzt kommen wir zum zweiten Punkt, es gibt ein Problem. Er kann ihnen diese tiefen, großen, komplexen Wahrheiten nicht so darbringen, wie er es möchte. Er kann es nicht ausführen, weil, wir lesen es, sie träge im Hören geworden sind. Sie sind träge geworden, nachlässig, anstatt dass sie auf das, was sie gehört haben, aufgebaut hätten. haben sie nicht mehr auf Gottes Wort geachtet. Sie sind bequem geworden. Sie waren vielleicht irgendwo satt. Vielleicht dachten sie auch, sie wüssten schon alles. Aber Fakt ist, sie streckten sich nicht mehr nach dem Wort Gottes aus. Alles, was Mühe machte, das scheuten sie. Und das Tragische ist, er zeigt ihnen dann im Vers 12, sagt er ihnen, denn obgleich ihr der Zeit nach Lehrer sein solltet habt ihr es wieder n dass man euch lehrt Also anstatt eine Vorw nicht nur ein Stillstand sondern sogar eine R Weil sie träge im Hören geworden sind, brauchten sie wieder Belehrung. Weil sie seich und lau geworden sind, hatten sie keinen Tiefgang. Sie hatten kein Fundament, auf das sie aufbauen konnten. Sie waren geistig degeneriert, rückschrittlich. Sie waren im Zerfall. Und das ist schlimm. Und wir können daraus sehen aus dem Text, es gibt keinen Status Quo, den wir mal erreichen und dann bleiben wir da. Sondern wenn wir stehen bleiben im Glauben, wenn wir träge werden, dann entwickeln wir uns rückwärts. Dann werden wir zu Unmündigen. Aber schauen wir uns ihren Zustand etwas genauer an. Und da finden wir eine wichtige Stelle im ersten Korintherbrief Kapitel 3. Und wer eine Bibel dabei hat, der möchte es bitte aufschlagen. Wir gehen da ganz kurz drauf ein. Auch Paulus, er schreibt an die Korinther ähnliche Worte. Und zwar im Kapitel 3 Vers 1. eine ganz interessante Stelle und da heißt es, und ich, meine Brüder, konnte nicht zu euch reden als zu Geistlichen, sondern als zu fleischlichen Menschen, als zu Unmündigen in Christus. Milch habe ich euch zu trinken gegeben und nicht feste Speise, denn ihr konntet sie nicht vertragen und ihr könnt sie auch jetzt noch nicht vertragen. Und wir finden hier in diesem Text eine ganz ähnliche Wortwahl. Wir hören von Unmündigen, wir lesen von der Milch und auch von der festen Speise. Wir lesen davon, dass sie diese Milch brauchen, weil sie die feste Speise, die tiefe Leere nicht vertragen können. Ähnlich wie bei den Hebräern wurden auch die Geschwister in Korinth zu geistig Verkümmerten. und auch sie waren Unmündige in Christus, zwar gläubig, gerettet, aber unmündig, unbelehrt. Und ihre Unmündigkeit, sie zeigte sich auch dadurch aus, dass sie fleischlich waren, denn im Vers 3, im ersten Korintherbrief, Kapitel 3, da heißt es dann als Begründung, denn ihr seid noch fleischlich, solange nämlich Eifersucht Eifersucht und Streit und Zwietracht unter euch sind, seid ihr da nicht fleischlich und wandelt nach Menschenweise? Denn einer sagt, ich gehöre zu Paulus und der andere aber, ich gehöre zu Apollos. Seid ihr da nicht fleischlich? Und sie verstanden vieles aus dem Wort nicht, weil sie fleischlich gesinnt waren. Und eine Erklärung vielleicht für eine fleischliche Gesinnung, sie waren nicht von Gottes Geist geleitet, sondern von ihrer fleischlichen, menschlichen Natur. Denn fleischlich, das ist jemand, der sich auf seine alte Natur einlässt, der eben nach der Menschenweise wandelt, wie es auch Paulus hier im Vers 3 sagt. Geistige Menschen aber, es sind Gläubige, die sich nach dem Wort Gottes und Gottesgeist, die sich davon prägen lassen. Und diese Fleischlichkeit der Korinther, sie hatte Auswirkungen. Denn wir lesen dann weiter, solange nämlich Eifersucht, Streit und Zwietracht bei euch ist. Also diese Fleischlichkeit, sie löste Eifersucht, Streit und Zwietracht aus. Sie begehrten mehr zu sein und mehr zu haben als der andere. Und sie kämpften im Streit um ihr Liebstes, was ihnen ans Herz gewachsen war. Und sie dachten wahrscheinlich auch voneinander böse, denn wir lesen hier auch von Zwiedracht, von Unterstellungen, vielleicht auch vom gegenseitigen Nichtbeneiden und Bösendenken. Aber was wir auch sehen, sie hatten Parteiungen unter sich. Ja, da lesen wir, der eine, der nannte sich einen Paulus-Nachfolger, der andere einen Apollos-Nachfolger. Parteiungen. Sie hingen nicht an Jesus Christus und seinem Wort, sondern sie klammerten sich an Menschen und deren Lehre. Sie übernahmen von Menschen das Wort, ohne selbst zu prüfen. Und sie hielten sich ihre Lieblingsprediger. Ein großes Thema heutzutage. Der eine, er liebte die Reden des Paulus, der andere die des Apollos. Und später, lesen wir dann auch im zweiten Korintherbrief, hatten sie ihre selbsternannten falschen Apostel Und hier sehen wir dass sie keine tiefe Beziehung zu Gott und seinem Wort besa sondern sie orientierten sich ganz einfach an den Menschen, die um ihn herum waren, an den Geschwistern. Sie waren nicht von Gott geprägt, sondern vom Mainstream. Sie waren schwach. Und bei den Hebräern und bei den Korinthern zeigt sich gleichermaßen diese fehlende Fähigkeit, auch feste Speise zu vertragen. Denn sie sind so fleischlich und unwissend, dass sie keine feste Speise vertragen können, keine tiefe Leere vertragen können. Und vertragen heißt, alles, was über dieses seichte Niveau hinausgeht, ist ihnen zu anstrengend, zu viel. Vertragen heißt aber auch, dass sie das geistliche Wort oft fleischlich verstanden. Sie stießen sich am Wort Gottes. Es war ihnen zum Anstoß, denn wir lesen ja Eifersucht, Streit, Zwiedracht, Parteiungen. Sie stritten untereinander, aber sie wollten sich auch nichts sagen lassen. Denn für sie war die Predigt einfach etwas von oben herab. Und Paulus, er musste das Niveau, er musste es anpassen. Denn sie brauchten bildlich gesprochen, brauchten sie nicht diese feste Speise, sondern sie brauchten tatsächlich wieder diese Milch. Einfache biblische Lehre, leicht zu verdauende Kost, auf Grundlagen leicht aufbauende Kost. Wenn wir jetzt zurück zu den Hebräern gehen und uns ihren Zustand anschauen, dann sehen wir, dass das komplett parallel war bei ihnen. Denn er schreibt dann, sie sollten eigentlich Lehrer sein. Als Mitarbeiter am Leib Christi sollten sie der Gemeinde, den Geschwistern dienen. und doch waren sie Babys und konnten diesen Dienst nicht verrichten. Denn es heißt dann im Vers 12, denn obgleich ihr der Zeit nach Lehrer sein solltet, also sie waren schon so lange im Glauben, dass sie eigentlich der Zeit nach schon andere belehren hätten können, haben sie es doch wieder nötig, dass man sie selber lehrt. Und jetzt müssen wir unterscheiden. Die Bibel unterscheidet im Neuen Testament von zwei Arten von Lehrern. Einmal haben wir diese Lehrer, die berufen sind. Das finden wir im Epheser 4, wo es heißt, und er hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, etliche als Evangelisten, etliche als Hürden und Lehrer. Und das bedeutet nicht, dass unser Ziel sein muss, dass jeder so ein Lehrer wird, wie es hier beschrieben ist, der hier vorne steht und am Wort dient, sondern es ist eine andere Art von Belehrung gemeint. Und diese andere Art der Belehrung, die finden wir im Titusbrief, Kapitel 2. Da geht es um diese allgemeine Belehrung. Jeder soll im Wort und im Glauben wachsen, um den Jüngeren und Schwächeren im Glauben dienen zu können. Und dieser Dienst, liebe Geschwister, das macht eine Gemeinde aus, dass man sich gegenseitig dient, auch am Wort. Da sagt Paulus, du aber rede, was der gesunden Lehre entspricht, dass die alten Männer nüchtern sein sollen, ehrbar, besonnen, gesund im Glauben, in der Liebe, in der Geduld und dass sich die alten Frauen gleicherweise so verhalten sollen, wie es Heiligen geziemt, dass sie nicht verleumderisch sein sollen, nicht vielen Weingenuss ergeben, sondern solche, die, und jetzt kommt es, das Gute lernen, damit sie die jungen Frauen dazu anleiten, ihre Männer, ihre Kinder zu lieben. Gereift die Christen, sie sollen Jüngeren im Glauben das Gute lehren, anleiten. Sie sollen wandeln im Wort und das Wort auch weitergeben können. Und das ist ein wichtiger Dienst. Das macht Gemeinde aus. Dafür haben wir Gemeinschaft. Dafür treffen wir uns, dass wir uns gegenseitig stärken in den Einzelgesprächen. Hier vorne natürlich durch das Wort, aber auch in den Einzelgesprächen. Jeder Gläubige, er soll so heranwachsen, dass er diesen Dienst tun kann. Er soll in diese Mündigkeit kommen, in diesen gereiften Zustand, dass er durch kontinuierliches Hören wachsen kann, hineinwachsen kann und das Gute lehren kann. Denn wir finden, wenn wir dann zum Hebräerbrief zurückkehren, Im Kapitel 5, Vers 14. Die feste Speise aber heißt es.
Da ist für die Gereiften, deren Sinne durch Übung geschult ist, zur Unterscheidung, und jetzt kommt es, des Guten und des Bösen. Gereifte Christen, sie sollen diese Unterscheidung durchführen können. Sie sollen erkennen dürfen und erkennen sollen, sie dient das dem Reich Gottes oder dient das dem Reich Gottes nicht. dient das zur Ehre Gottes, dient das nicht zur Ehre Gottes. Sie sollen begreifen, was gut und was schlecht für sie und für andere ist. Sie sollen geübte, geschulte Sinne haben durch das Wort Gottes. Und dann können sie dieses Gute auch den Jüngeren lehren und ihnen weitergeben. Kommen wir zu dem abschließenden Befund der Hebräer. Also der Hebräer Briefschreiber konnte ihnen viele Dinge über Jesus Christus nicht erklären. Sie waren träge im Hören, weil sie selbst noch Milch konsumieren mussten. Sie waren fleischlich. Sie waren nicht mündig, nicht gereift, sondern ungeübt in der Unterscheidung des Guten und des Bösen. und sie konnten keine Lehrer der Jüngeren sein. Der Gemeinde, er fehlte dieser so wichtige geschwisterliche Dienst. Und hier lernen wir, dass Stillstand im Glauben nicht nur zu deinem eigenen Schaden ist. Es betrifft nicht nur dich, sondern es schadet auch der Gemeinde. Weil in dem Moment, wo du wieder Milch nötig hast, fällst du als Lehrer für den anderen, für den Jüngeren aus. Und das ist schade. Und es schadet auch der Gemeinde, weil du in vielen Bereichen fleischlich bist und fleischlich reagierst. Wir haben von Streit und Neid und Zwiedracht gehört. Deswegen ist es sehr, sehr tragisch, wenn man träge im Hören des Wortes Gottes geworden ist. Und ich glaube, dass jeder in seinem Leben auch schon mal diesen Punkt erlebt hat. Ganz persönlich, wo ihm das so gegangen ist. Und deswegen kommen wir jetzt zum dritten Punkt und schauen uns mal diese praktische Umsetzung an. Und zwar finden wir im Kapitel 6, Vers 1, Ein paar Hinweise. Da sagt der Schreiber, darum wollen wir die Anfangsgründe des Wortes von Christus lassen, sagt er, und zur vollen Reife übergehen. Also sie sollen zur vollen Reife übergehen. Sie sollen nicht stehen bleiben, jetzt bei dieser Milch und immer einfach weiter Milch konsumieren, sondern sie sollen weitergehen. Sie sollen aufbauend sein. Sie sollen zur vollen Reife des Christus sich ausstrecken. und aufbauend bedeutet immer tiefer und anspruchsvoller werden in meiner Kost. Also das bedeutet, wenn wir jetzt dieses Bild der Milch hernehmen, vielleicht wäre es an der Zeit, die Milch langsam beiseite zu lassen und was macht man bei einem kleinen Kind ist es weg gerade aber du wei es ja auch Was macht man bei einem Kind wenn es von der Milch wegkommen soll Brei Sehr gut Und dann, nach dem Brei, was machen wir dann? Sehr gut. Also mir wurde, das seid ja schon besser wie die Schwabacher, ich habe da die Predigt auch schon gehalten und mir wurde gleich von Anfang an Steg gesagt, statt Brei. Das ist natürlich falsch. Aber nein, wir verstehen uns richtig. Also aufbauend sein, auf der Milch aufbauen mit Brei und so weiter, um in diesem Bild des Kleinkindes zu bleiben. Und das ist wichtig. Wir müssen lernen, das Wort Gottes, das Reden Jesu Christi, es ist allgenügsam für unser Glaubenswachstum. Denn wir wissen alle um diese Stelle im zweiten Timotheusbrief, Kapitel 3, Vers 16, wo es heißt, Alle Schrift ist von Gott eingegeben, nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung, in der Gerechtigkeit. Und jetzt kommt es, Vers 17, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet. geröstet. Also hier ist eigentlich alles drin. Hier ist Milch drin, hier ist Brei drin, hier ist auch der Schnitzel drin. Hier ist alles drin, was wir brauchen. Und wir können aber auch unseren Geschwistern austeilen und geben in Gesprächen, im Austausch miteinander, was sie vielleicht gerade nötig haben. Aber dafür musst du ein gereifter in Jesus Christus sein, ein mündiger sein. Das ist das, was hilft. Aber was hilft nicht? Und das sagt der Vers auch. Wir wollen die Anfangsgründe des Wortes lassen. Das bedeutet, wir wollen nicht noch einmal den Grund legen. Wir wollen nicht noch einmal von vorne anfangen. Wir wollen nicht noch einmal die Lehre von Waschungen, von Handauflegung, von Totenauferstehung und dem ewigen Gericht. Das waren jüdische Themen, im jüdischen Glauben verankerte Themen. Sie wollen nicht noch einmal damit sich beschäftigen, sondern sie sind über diesen Punkt schon hinaus. Sie wollen den Schritt weitermachen, das Niveau weiter höher ansetzen. Nicht die Anfangsgründe wieder neu abdecken. Das sind Themen, da haben wir schon zigfach drüber gesprochen. Nein, wir wollen weitergehen, nicht stehen bleiben. Es hilft nicht, wenn wir das Thema Taufe vielleicht noch einmal, hier diese Waschungen kann man auch mit Taufe übersetzen, wenn man da noch mal reinsteigt. Das war nicht ihr Thema jetzt. Kann aber unser Thema hier sein. Das will ich jetzt nicht ausschließen. Aber es war nicht ihr Thema. Nein, sie wollen sich auch nicht noch einmal neu bekehren, nicht noch einmal neu den Grund legen mit Buße, sondern sie wollen auf das, was sie haben, was sie erkannt haben, aufbauen. Kommen wir auf uns selbst zurück. und ich will dir und mir auch etwas Hilfestellung geben und dir einfach vielleicht ein paar Fragen stellen, die dir auch helfen sollen. Vielleicht auch deinen Zustand ein bisschen aus deinen eigenen Herzen heraus zu sehen. Es ist ja oft schwierig, aber so k wir uns vielleicht auch selber ein bisschen besser beurteilen Ich glaube jeder findet sich ich pers finde mich auf jeden Fall in vielen Punkten da Und da m ich dir einfach ein paar Fragen stellen die dir weiterhelfen sollen Wo stehst du? Sind dir die Bibelstunden und Predigen zu lang, zu ermüdend? Ist dir vielleicht die Ablenkung im Gottesdienst willkommen? Findest du die Lehre in der Gemeinde, auch nachdem du jetzt jahrelang im Glauben bist, immer noch zu schwer? Kannst du nur der Predigt folgen, wenn der Redner mit guter Rhetorik dir die Ohren kitzelt? Wann hast du die letzte Predigt von Anfang bis zum Ende aufmerksam mitverfolgt? Dir vielleicht sogar Notizen gemacht, mitgeschrieben, das Angesprochene nochmal nachgelesen? Fragen dir selber gestellt oder auch den Prediger? Oder wie schaut es zu Hause bei dir aus? Vielleicht bist du seit vielen Jahren gläubig und liest aber in deiner stillen Zeit einfach nur ein kleines Kalenderblättchen am Tag, anstatt in der Bibel zu forschen, zu schauen. Vielleicht übernimmst du gerne die Meinungen und Ansichten von berühmten und renommierten Predigern, von Bibellehrern, die man kennt, ohne dir selber ein Bild im Wort Gottes zu machen. Weil es doch für dich so viel einfacher ist, oder? Vielleicht bist du seit vielen Jahren gläubig, aber bevorzugst lieber eine ungenaue Bibelübertragung, weil dir eine normale Bibelübersetzung einfach zu anstrengend ist. Wisst ihr, ich feuere jetzt nicht gegen Kalenderblätter und auch nicht gegen Bibelübertragungen. Die sind gut. Das ist nicht das Problem. Das Problem ist aber unsere Trägheit, mit der wir damit umgehen. Unsere Bequemlichkeit. Wenn wir diese Dinge verwenden, um unserer Trägheit nachzukommen. Und was sind die Folgen dieser Trägheit? Du empfindest vielleicht deinen Zustand als Stillstand. Aber lass dir sagen, es ist schlimmer. Denn wir haben gesehen, Stillstand ist Rückwärtsentwicklung. Mehr und mehr verfolgst du die Dinge und nimmst die Dinge auf mit einer sündigen Natur. Und du übst dich darin vielleicht, was dir Spaß und Freude bereitet. Du dienst vielleicht mehr und mehr deiner Lust, dem, was dir gefällt, was dir gut tut. Dir ist die Gemeinschaft mit den Geschwistern vielleicht dann auch irgendwann mal zu mühsam, einfach zu wider. Du genießt es vielleicht sogar, über andere zu stehen. Du weißt genau, was dem anderen fehlt und was an der Gemeinde falsch läuft. Und du reagierst empfindlich, wenn du aus der Schrift belehrt wirst. Fühlst du dich bevormundet, fühlst dich zurückgesetzt, gebeugt, gedemütigt? In deinem Zustand bist du vielleicht neidisch auf andere und aus Unwissenheit streitest du und bist unkontrolliert. Und deswegen spricht dieses Wort, liebe Geschwister, heute zu uns und es will uns einladen. Einladen, diese alten Bequemlichkeiten, diese Gewohnheiten abzulegen. Es will dich einladen dich wieder neu aufbauen von seinem Wort pr zu lassen Von dieser Milch weiterzugehen zur festeren Speise zur gesunden Leere Er will dieser Text Gott m dass du heranreifst und ein m Christ wirst Er will dass du als gereifter mündiger Christ das Gute wählen kannst, weil du unterscheiden kannst zwischen dem Guten und dem Bösen. Und dann möchte er eben, dass du das Böse verwirfst und das Gute ergreifst. Er will, dass du als ein geübter Lehrer des Guten den Jüngeren und Schwachen im Glauben stärkend und begleitend zur Seite stehst. Und es ist wichtig, in unserem geistigen Leben weiterzukommen. Wir dürfen uns nicht einfach mit dieser Milch begnügen, sondern wir müssen uns wirklich persönlich mit dem Wort Gottes auseinandersetzen. Ein persönliches Bibelstudium zu beginnen, mehr und mehr Anspruch darauf zu setzen, das Niveau zu erhöhen. Und es geht hier nicht um Kopfwissen. Um was geht es? Es geht um unser Herz. Es geht darum, diesen Heiland, diesen großen Christus, der uns dann im Vers 8 vorgestellt worden ist, der Urheber unseres Heils geworden ist, mehr und mehr kennenzulernen, ihn mehr und mehr zu lieben. mehr und mehr zu lieben. Weil was löst diese Liebe aus in deinem Leben? Was könnte nicht alles passieren, wenn Christi Liebe in deinem Herzen größer wird? Was würde alles geschehen? Ich möchte uns noch einen Vers zum Schluss vorlesen. Und den möchte ich euch gerne mitgeben, liebe Geschwister. Da steht im zweiten Korintherbrief, Kapitel 4, Vers 6. Und der ist mir immer persönlich sehr groß gewesen und hat mich immer begleitet und auch angespornt. Denn Gott, heißt es da, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervorzuleuchten, Er hat es auch in unseren Herzen Licht werden lassen, damit wir erleuchtet werden mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi. Komme zu Jesus, komme zu seinem Wort und du wirst mehr und mehr erleuchtet werden mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in seinem Selbst und dann wird er dir genügen und er wird dein Herz zur Ruhe bringen. Er wird dein Leben stillen und er wird dir Früchte schenken, die ihn verherrlichen. Selbst wenn du dann im Herbst deines Lebens bist, wir kommen zu diesem schönen Apfelbaum zurück, dann leuchten diese Früchte rot über das ganze Feld und sind eine Freude für das Auge. Und dann wären diese Früchte eine Freude für unseren Herrn. Amen. Untertitelung des ZDF, 2020