CGH Hersbruck

Mehr als ein Kürbis auf dem Altar - worum es an Erntedank wirklich geht

Predigten
04. Oktober 2026
Transkriptca. 33 min Lesezeit

Guten Morgen. Hört mich sehr gut. Ja, Erntedank. Eigentlich doch eines der harmlosesten Feste im sogenannten Kirchenjahr. Körbels Kinderlieder. Niemand streitet über Erntedank und hat damit ein Problem. Da macht jeder gerne mit. Gute Sache. Und die Juden, worauf unsere Bibel aufbaut, haben die letzte Woche Sukkot gefeiert. Das ist das sogenannte Laubhüttenfest und das ist quasi das jüdische Erntedank, wenn man so will. Oder das ursprüngliche vielleicht sogar, wo sich unser Erntedank irgendwie abgeleitet hat. Und ich habe die Woche in der Vorbereitung etwas festgestellt, was mir total entgegengekommen ist. Für alle jüdischen Feste gibt es eine sogenannte Festrolle. Das heißt, das ist ein Buch aus der Schrift, aus der Bibel, das an dem Sabbat des Festes gelesen wird. Im Fall vom Laubhüttenfest ist das das Buch Prediger. Spannend. Und mit dem Buch Prediger wird das Laubhüttenfest und wird vielleicht Erntedank und ganz sicher die Predigt heute zum Lackmustest, wie du alterst. Am Erntedanktisch deines Lebens zeigt sich, wofür du wirklich gelebt hast, wie dein Leben aussah. Wenn ich über das Älterwerden nachdenke und mir die Frage stelle, wie ich mir wünsche, dass ich mit 80 bin, habe ich schon manchmal gesagt. dann wäre ich gerne ein fröhlicher alter Mann, zu dem andere gerne gehen. Wenn ich mich umschaue, ich meine jetzt nicht gezielt hier nicht, dass sich jemand auf die Füße getreten fühlt, sondern wenn ich mich in der Gesellschaft, im Bekanntenkreis umschaue, dann sehe ich aber in der Regel zwei Zerrbilder des Alterns. Ich sehe ganz häufig den Vergnügungsjäger auf der Suche nach dem Jungbrunnen, der mit 80 hofft, immer noch 30 zu sein und alles reinzupressen und reinzupacken und der langsam immer mehr frustriert wird, weil er eine Sache feststellt, die Zeit läuft ihm weg. Das ist das eine Zerrbild, was ich sehe. Und das andere Zerbild, was ich sehe, kommt vielleicht so hart gesagt und so offen, manchmal mehr in unseren konservativen Gemeinden vor, ist der verbitterte Alte, der nur frustriert ist und drüber schimpft, dass früher doch alles besser war und der auch keine Freude und Fröhlichkeit ausstrahlt. Ich will nicht weder in der einen noch in der anderen Richtung landen, Sondern ich möchte jemand werden, der zufrieden ist, fröhlich ist und diese Freude ausstrahlt und anderen weitergibt. Nicht, weil alles perfekt läuft. Nicht, weil das Leben alles gerade Linien gezogen hat und alles genauso gelaufen ist, wie ich es mir vorgestellt habe. Klammer auf, da wird keiner irgendwie hinkommen. sondern weil da irgendwas drin ist, was diese Freude auslöst. Die Kippfrage für dich und mich. Wie du mit 80 bist, am Erntedanktisch deines Lebens, entscheidet sich mit 14, 30, 40, 50 und vielleicht auch noch mit 70, 80, wie du in das Leben hineingehst. Und hier ist das Buch Prediger unheimlich spannend. Und es macht so viel Sinn, dass das das Buch der Juden für das Laubhüttenfest ist. Das passt einfach. Und du fragst dich vielleicht, was das Buch Prediger mit einem Fest der Dankbarkeit und der Freude zu tun hat und wie das Buch Prediger mir helfen sollte, zu einem fröhlichen 80-Jährigen zu werden. Warum? Weil beim Buch Prediger denken wir doch an eine Sache, den Frust über dieses Leben. Weil der Prediger mit einer unheimlichen Nüchternheit und einem unheimlichen Realismus auf dieses Leben schaut. Und das vorweggenommen, die Lösung des Buch Predigers ist nicht, habt das perfekte Leben und es ist alles toll. Sondern schaut mal ein bisschen rein, was er so schreibt. Der beginnt direkt im zweiten Vers Prediger 1 Vers 2 Ich lese mal aus drei weil uns die n ein paar sch W sagen Da wird man gleich ein Wort drin haben das wir erstmal ein bisschen kl m weil das eines der pr im Prediger ist Nach der Elbefelder. Nichtigkeit der Nichtigkeiten, spricht der Prediger. Nichtigkeit der Nichtigkeiten, alles ist nichtig. Klingt total fröhlich. Oder aus der Luther-Übersetzung. Es ist alles ganz eitel, sprach der Prediger. Es ist alles ganz eitel. Oder aus der neuen evangelistischen Übersetzung, nichtig und flüchtig, sagt der Prediger, nichtig und flüchtig, alles ist nichtig. Kontext, das ist das Urteil über das Leben, was der Prediger trifft. Was meint er mit dieser Nichtigkeit? Meint er, dein Leben ist nichts wert? Meint er, dein Leben hat keine Bedeutung? Nee, das meint er nicht. Das Wort, was dahinter steht, kann man sich am besten vorstellen mit einem Atemhauch. Jetzt wird es langsam wieder kälter. Und wenn ihr da in der Früh rausgeht, wenn eine hohe Luftfeuchtigkeit ist und ihr ausatmet, dann habt ihr so eine kurze Dampfwolke da. Und es macht klack und sie ist weg. Das ist, was der Prediger über unser Leben hier an der Stelle zum Ausdruck bringen will. Was er meint, wenn er von flüchtig, von Nichtigkeit usw. spricht. Und dass Luther hier eitel wählt, passt auch. Muss man nur das Wort wieder ein bisschen besser verstehen. Eitel ist derjenige, der sich vor allem um die Sachen kümmert, die eigentlich recht wenig Bedeutung hat. Das ist der, der eitel ist. Also das Urteil vom Buch Prediger über dein Leben ist, Es macht buff und vorbei ist es. Das zieht sich wie ein Roderfaden durch. Kommt immer wieder. Und das Spannende ist, selbst wenn du dein Leben richtig ausgekostet hast, richtig viel mitgenommen hast, kommt der, der das gemacht hat, zu dem Urteil, nicht ich, wertlos. Warum? Salomo, wo ich davon ausgehe, dass er Prediger geschrieben hat, hat das gemacht, dem standen alle Türen offen. Der hatte Kohle ohne Ende, um sich alles zu gönnen und ist bei den Frauen wahrscheinlich richtig gut angekommen wegen seines Statuses und hat das alles so richtig mitgenommen. Und lest mal in Prediger 2,17, was er für ein Urteil darüber hat. Davor beschreibt er das, wie er das alles mitgenommen hat, wie er es richtig Vollgas gegeben hat in dem Leben hier. Er kommt zu dem Urteil. da hasste ich das Leben. Denn das Tun, das unter der Sonne getan wird, war mir zuwider. Denn alles ist Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind. Es ist spannend, weil Salomo hier beschreibt, dass die zwei Zerpel, die ich vorhin genannt habe, der Vergnügungssüchtige und der Bittere, manchmal auch Hand in Hand gehen. Er beschreibt nämlich etwas. Er hat alles Vergnügen mitgenommen und ist am Ende in der Bitterkeit gelandet. Das ist sein Urteil über das Leben. Und wer manchmal die Reichen und Schönen sieht, die sich alles leisten können, kann manchmal genau dieses Bild hier sehen, was Salomo beschreibt. Obwohl man alles hat und alles mitnehmen kann, bleibt am Ende eine Sache. Es frustriert. Es ist zu wenig. Es gibt nicht die Erfüllung. Es führt sogar dazu. Jemand, der alles hat, das geht hier nicht um jemanden, der viel leidet, sondern um jemanden, der alles genießen kann, dass er zu dem Punkt kommt, ich hasse das Leben. Wenn ihr da den Prediger durchgeht und lest ihn einfach mal wieder durch, ist vielleicht jetzt eine gute Zeit. Dann werdet ihr feststellen, dass er sagt, wenn ihr dieses Leben hier anschaut, ist das einfach eine frustrierende Angelegenheit. Es geht wahnsinnig schnell vorbei. Und obwohl Dinge da sind, die sich ganz schön anfühlen, nö. Eigentlich gibt es mir nichts. Eigentlich ist es frustrierend. Wenn du dich umschaust, wir sind alle wandelnde Zombies auf dem Weg ins Grab. das ist die Erkenntnis des Predigers wenn man drüber schaut ja du kannst gesund werden du kannst dich fit halten kannst dich gesund ernähren ganz ehrlich, ich mache keinen Unterschied zu dem der jeden Tag bei Burger King landet ihr werdet beide irgendwann zwei Meter unter der Erde liegen der eine vielleicht ein bisschen früher er hat das schneller hinter sich dieses leidige Leben ich bringe jetzt mal so ein bisschen den Frust des Predigers rüber Wer da aber stehen bleibt beim Prediger, hat nur die Hälfte gelesen. Da ist nämlich noch was anderes drin, was wir gerne übersehen. Und schlagt mit mir schon mal unseren Predigtext auf. Wir springen dann aber noch zu ein paar anderen Stellen im Prediger Da steht n in Prediger 11 Abvers 7 Prediger 11 Abvers 7 Und da habe ich jetzt beim Einstiegen ein Problem, weil das wäre bei mir oben deutlich besser zum Rüberbringen gewesen, als hier unten in der Nebelsuppe. Das heißt sozusagen, bei uns schien nämlich die Sonne schon. Es ist das Licht süß und in Augen lieblich die Sonne zu sehen. Ah, das tut gut, wenn die Sonne aufgeht. Das beschreibt er. Denn wenn ein Mensch viele Jahre lebt, so sei er fröhlich in ihnen allen und denke an die finstern Tage, dass es viele sein werden. Denn alles, was kommt, ist eitel. Da haben wir wieder unser Wort. Der Vers beschreibt was, was der ganze Prediger durchgehend tut. Im Bewusstsein der Nichtigkeit, im Bewusstsein dessen, dass unser Leben nicht mehr als ein Puff ist, ruft der Prediger uns dazu auf, das Leben zu genießen und fröhlich zu sein. Hä? Lest mal mit mir noch ein paar andere Stellen. Ihr müsst sie nicht alle aufschlagen. Ich lese nur vor Prediger 2, 24 bis 25. Ist es nun nicht besser für den Menschen, dass er esse und trinke und seiner Seele guter Dinge sei bei seinen Mühen? Doch das sah ich auch, dass es von Gottes sein kommt. Denn wer kann fröhlich essen und genießen, wenn nicht ich? Prediger 3, 12-13. Da merkte ich, dass es nichts Besseres dabei gibt, als fröhlich sein und sich gütlich tun in seinem Leben. Denn jeder Mensch, der da isst und trinkt, hat guten Mut bei all seinen Mühen. Das ist eine Gabe Gottes. Prediger 5, 18-19. Denn wenn Gott einem Menschen Reichtum und Güter gibt und lässt ihn davon essen und trinken und sein Teil nehmen und fröhlich sein bei seinen Mühen, so ist das eine Gottesgabe. Denn er denkt nicht viel an die Kürze seines Lebens, weil Gott sein Herz erfreut. Meint Salomo das ironisch? Nee, der meint es ernst. Der meint wirklich ernst. Obwohl dein Leben so eine Nichtigkeit ist, so einen Atemhauch. Genieß es. Ja, das ist der gleiche Prediger, der auf der einen Seite so frustriert scheint, der hierzu Lebensfreude aufruft. und diese Definition von fröhlich sein meint nicht, ich freue mich innerlich. Das Wort, was hier verwendet wird, wird in der Regel verwendet, um den Jubel beim Tempel zu beschreiben. Das ist ein Ausruf, ja! Das ist wirklich Genuss, das ist dankbares Annehmen. Und wisst ihr was? Das Spannende ist, dieses Wort, was für fröhlich sein verwendet wird, wird im Verhältnis zum Textumfang am meisten im Prediger verwendet. In diesem Depribuch, wie wir es manchmal abstempeln. Puh, warum? Was meint Salomo hier? Wie kann das klappen? Meint Salomo, ich habe den Spruch schon mal gebracht, aber der ist so treffend, wir sterben alle sowieso, schneller geht es mit Marlboro. Also ja, dieses Leben ist frustrierend und bringt uns ins Grab. Also lasst uns richtig auf den Putz hauen, dann ist es ein besseres Leben, meint das Salomo. Nee, weil wir haben vorhin gelesen, dass er genau das durchstreicht, dass er gesagt hat, er hat genau das probiert, richtig auf den Putz zu hauen. Er ist auch in der Bitterkeit gelandet. Das kann es also irgendwie nicht sein. Salomo hat den Selbstversuch hinter sich. Und trotzdem sagt er, dass wir im Wissen dessen, dass wir bald sterben werden, fröhlich leben sollen. Die Tage, wo Gott schenkt, die guten Tage, die er gibt, fröhlich, jubelnd annehmen und dankbar sein. Im Angesicht der dunklen Tage deines Lebens, im Bewusstsein dessen, dass hier vier finstere Tage sind, dass hier viel Leid da ist, ruft Salomo raus, freudig und zwar richtig. Wie soll das gehen? Hast du schon mal auf einer Party das Gespräch auf dem Tod gebracht? Ich garantiere dir einiges, das droppt. Und zwar so richtig, das senkt die Stimmung. Also die meisten werden den Tisch verlassen, sich freundlich aus dem Gespräch wegziehen, aber da hat keiner Lust drauf. Ist es nicht der Tod, die dunklen Tage, wo alles, was Freude macht, aufhört? Der Grund, warum wir jetzt meinen, alles hineinpressen zu müssen und mitnehmen zu müssen, weil doch die Zeit abläuft. Baut Salomo hier nicht eigentlich eine völlig unsinnige Provokation auf. Er sagt, genieß dein Leben, genieß das heute, gerade weil du weißt, dass hier dunkle, fünstere Tage kommen werden. Puh, ich lasse die Provokation erstmal stehen. Ich kann verstehen, wenn du da nicht ganz mitgehen kannst. Wenn du vielleicht freundlich nimmst, steht ja in der Bibel, muss schon stimmen, aber dein Herz nicht dabei ist. Er geht weiter und provoziert noch ein bisschen mehr Jetzt wird es richtig hart vor allem f welche mit Bibelkenntnisse Vers 9 So freu dich, Jüngling, in deiner Jugend und lass dein Herz guter Dinge sein in deinen jungen Tagen. Halt dich fest, schneid dich an. Tu, was dein Herz gelüstet und deinen Augen gefällt. Und wisse, kommen wir gleich dazu, dass Gott dich um all das vor Gericht ziehen wird. Ich hoffe, du hast dich angeschnallt. Das schreibt Salomo, inspiriertes Wort Gottes und nicht Elsa die Eiskönigin aus dem Disney-Blockpasta. Was Salomo hier schreibt, ist follow your heart, folge deinem Herzen. Und du sitzt hier drin, mir ging es auch erst mal so, und bei dir gehen sämtliche Alarmlampen an und du denkst dir, bitte was? Bitte was? Steht das wirklich da? Sagt Salomo wirklich, dass du durchs Leben gehen solltest? Und wenn da Dinge sind, wo dein Herz Sehnsucht danach hat, wo Dinge vor dein Auge kommen und ich würde sagen, wo Möglichkeit da ist, mit meinen Worten, dass du sie annehmen kannst, genießen kannst, sagt Salomo. Ja. Geh rein. Tu's. Sagt Salomo wirklich, wenn du worauf Lust hast, vielleicht auf einen ganz besonderen Urlaub, vielleicht auf richtig gutes Essen, vielleicht einen tollen Sommerabend mit Freunden oder deiner Familie, vielleicht auf die schicke Bluse, die du letzte Woche gesehen hast oder das tolle Sakko oder ein schönes, flaches, schnelles Auto. Und du hast die Gelegenheit dazu. Tu's. Ich glaube, dass das tatsächlich erst mal dasteht. Ich glaube nicht, dass er es ironisch meint. Es gibt manche, die sich damit aus der Affäre ziehen. Und meinen Salomo wäre hier ironisch. Das ist er nicht. Und ich sehe schon die gezückten Bibeln. Und dann ist es nicht das Herz genau das Problem. ist follow your heart nicht das, was uns alles ins Unglück reißt. Da gab es doch was bei Paulus. Ach nee, noch viel früher in der Tora schon. Hätte doch Salomo wissen müssen. Schlagt mal 4. Mose 15, 39 auf. 4. Mose 15, Vers 39. Was steht da? Da geht es um die Kleidung der Juden. Die sollen sie sich mit so Quasten versehen, aus einem ganz bestimmten Grund. Und dazu sollen die Quasten euch dienen, so oft ihr sie anseht. Sollt ihr an allen Geboten des Herrn denken und sie tun. Jetzt, dass ihr euch nicht von eurem Herzen noch von euren Augen verführen lasst und abgöttisch werdet. Das ist doch fast der gleiche Wortlaut. Nur mit der völlig gegenteiligen Aussage. widerspricht sich hier die Bibel. Salomo sagt im Prediger nicht nur freu dich, als Radem älter werden. Er sagt auch noch, gönn dir was. Und an mehreren Stellen, das ist wirklich der Tenor des Predigers, ruft er dazu auf, genieß, was möglich ist. Puh, passt das denn mit dem zusammen? Ich lasse auch diese Spannung jetzt noch stehen. Lösen wir am Ende auf. Weil das Erste, was Salomo tut, und da atmen einige auf, die weitergelesen haben, er setzt das Ganze in einen gewissen Rahmen und wisse, dass Gott dich um das alles vor Gericht ziehen wird. Jetzt geht es doch noch in die richtige Richtung. Salomo setzt einen Rahmen. in dem Genuss zu wirklichem Genuss wird. Und er setzt das in die Verantwortung vor Gott. Er sagt, genieß das, was in deinem Leben vor dich kommt. Aber sei dir bewusst, dass nicht du der Letzte bist, der entscheidet, ob der Genuss gut oder schlecht ist, sondern jemand anders drüber steht. Das ist der eine Rahmen. Das Problem ist, an der Stelle kann man das doppeldeutig übersetzen. Man kann nämlich mit und oder mit doch übersetzen. Und es gibt eine unterschiedliche Noance. Lasst es uns erst mal mit doch wissen, dass Gott dich um das alles ins Gericht ziehen wird, übersetzen. Was bedeutet es dann? Und übrigens, ich glaube, dass die Doppeldeutigkeit bewusst da ist und will die gar nicht rausnehmen. Es bedeutet, dass der Rahmen, in dem Genuss erfolgen soll, Gottes Wege sind, die er gesetzt hat. Warum? Salomus Selbstversuch vorher. Da, wo er alles einfach mitgenommen hat, wie er gedacht hat, ist am Ende auch.

nur wieder in der Bitterkeit gelandet. Und wenn du im Strudel von Salomos Selbstversuch unterwegs bist, wenn du so hinter dem Genuss hinterher bist, dass du ihn eben nicht mehr als fröhliches Geschenk in deinem Leben willkommen hast, sondern längst Grenzen überschritten hast, um an den Genuss zu bekommen, dann setzt Salomo hier einen Stoppschild und sagt, das wird den Genuss wieder nur zur Bitterkeit werden lassen. Dazu müssen wir etwas Wichtiges verstehen, was wir oft durcheinander bringen. Meist ist nicht die Sache des Genusses das Problem, sondern wie wir dahin gelangen. C.S. Lewis beschreibt das mal sehr gut. Gibt es nicht schlechte, gesetzwidrige Vergnügen? Gewiss, die gibt es. Aber wenn wir sie schlechte Vergnügen nennen, dann gebrauchen wir damit, wie ich meine, eine Art Kurzform. Wir meinen Vergnügen, die durch gesetzwidrige Handlungen ergattert wurden. Schlecht ist das Stehlen des Apfels nicht die Süße. Die Süße ist immer noch ein Strahl der Herrlichkeit. Das entschuldigt das Stehen nicht. Es macht das Stehen sogar schlimmer. Der Diebstahl ist das Problem. Wir haben eine heilige Sache missbraucht. Was ist meist das Problem von uns? Wir überschreiten schnell die gottgesetzten Grenzen, in welche seine Gaben wirklich zum Genuss werden. Und das andere Problem ist, dass wir dann anfangen, die Gaben zu verurteilen und gar nicht mehr sehen, dass sie Geschenke sind. Ihr wollt Beispiele haben? Sexualität, Geld, Genuss, gutes Essen, Ähnliches. Warum? Ja, wir holen uns den Genuss der Sexualitäten an Orten, wo Gott sie nicht geplant hat. Ist es aber schlecht? Nein. Es ist ein Geschenk von ihm für die Ehe. Und dort zeigt er eine Sache. Genieß es. Ist Geld an sich eine schlechte Sache? Nein. Das Problem ist, dass es zu unseren Götzen wird. Dass wir darin unsere Hoffnung und alles setzen. Das beschreibt Gott an einigen Stellen im Neuen Testament. kann ich euch noch geben, habe ich jetzt nicht aufgeschrieben, sehe ich gerade. Das Problem ist, dass diese guten Dinge schnell kippen und wir so sehr auf diese Gaben fixiert sind, uns vorstellen, ich brauche sie jetzt, heute, sie nicht mehr dankbar nehmen, wo Gott sie gibt. Ich vielleicht auf das Größere, Bessere, meine Vorstellungen entsprechende warte und hoffe und gar nicht mehr die schönen Dinge sehe, die Gott mir heute gibt. Dort werden sie zu meinen Götzen. Ich sehe nicht mehr den Geber, sondern ich sehe nur noch die Gabe. Bist du so auf die Gabe fixiert, dass du alle Grenzen überschreitest, um an sie heranzukommen? Schmeckt der Apfel längst Schal in deinem Mund, weil der Geschmack des Diebstahls anhaftet? hast du vielleicht so viel Vergnügen in deinem Leben, dass da längst kein Genuss mehr da ist, weil du Wege beschreitest, die Gott nicht gedacht hat, um an den Genuss dieser Dinge zu kommen. Das Gute, das Gott schenkt, das gilt es zu genießen, nicht das, was ich gerade will. Es gibt aber auch die andere Übersetzungsmöglichkeit mit dem und. Und dann bekommt das noch eine andere Nuance und ich glaube, beide sind richtig. Dann bekommt das eine andere Lesart, die wir vielleicht manchmal übersehen und die in dem Textzusammenhang aber tatsächlich fast mehr Sinn ergibt. Und im Prediger erst recht. Wenn Gott dir gute Dinge im Leben schenkt und du sie links liegen lässt, sie verschmähst, wird er dich auch dafür zur Rechenschaft ziehen. Bitte was? Tja, das steht schon. In dem Strafen, die im 5. Mose-Buch angekündigt werden, mit drin. Schlagt mit mir auf, 5. Mose 28, 46 bis 47. Ja, da geht es ganz viel darum, dass Israel Gottes Bundesordnungen verlassen hat und anderen Götzen hinterherrennt. Aber das gibt noch eine andere Gruppe da drin. 5. Mose 28, 46 bis 47. Und diese Flüche werden Zeichen und Wunder sein an dir und an deinen Nachkommen immer da, weil du dem Herrn, deinem Gott, nicht gedient hast mit Freude und Lust deines Herzens, obwohl du Überfluss hattest an allem. Das, was hier kritisiert wird, ist ein freudloser Gottesdienst. Gottesdienst nur noch aus Tradition. obwohl Gott so viel schenkt zum Genießen. Du kannst am Erntedank hier alles vorne hinlegen Du kannst gro Gebete sprechen den Segen wo Gott in der Ernte geschenkt hat und alles Mögliche, ohne es wirklich dankbar zu genießen, was Gott dir gegeben hat. Wenn du einem Kind ein Eis schenkst, und er sagt, das ist so lieb. Aber morgen habe ich wieder Schule, das ist so ein trauriger Tag. Ich stelle es in die Ferdrine und danke, dass du es mir geschenkt hast. Ganz ehrlich, was machst du? Du schlägst die Hände und den Kopf zusammen. Wenn du ihm so ein Ei schenkst, dann bist du eine Sache, dass er sich freut und mit Genuss das abschleckert und es genießt. Wisst ihr, was mir Spaß gemacht hat? Wir waren in Kroatien im Urlaub am Abend in der Stadt und haben uns ein Eis gekauft. Einer hat noch keins bekommen, nämlich der Nehemiah. Aber, wie das halt bei großen Geschwistern ist, die haben ihn schleckern lassen. Er ist auf den Geschmack gekommen. Und wisst ihr, was der da zehn Minuten lang gemacht hat? Der ist nur noch wie ferngesteuert von einem zum anderen gerannt, weil er gehofft hat, dass er schleckern darf. Und du als Vater stehst dabei und denkst dir, ja, du genießt das, den zu sehen. Du genießt die Freude, bei ihm zu sehen, dass er das jetzt genießt. Was glaubst du, was sich Gott wünscht, wenn er gute Dinge in dein Leben hineinstellt? Wenn er dir heute Sachen zum Genießen schenkt? Dass du es wegräumst und sagst, ah, danke, dass du auf einen Altar stellst und nach außen es toll aussieht, aber genießen traue ich mich nicht, weil ich habe Angst, dass ich da irgendwie zu weltlich bin. Nee, der will, dass er uns genießt. Wenn du zu jemandem zu Besuch kommst und der sein Haus richtig schön für dich hergerichtet hat, dass du da übernachten kannst und sagst, nee, ich will dir keine Umstände machen, ich würde über Nacht lieber draußen im Auto auf dem Fahrersitz zurückgeklappt. Das klingt demütig, aber ganz ehrlich, Der hat sein Haus für dich hergerichtet. Der will, dass du reinkommst und da übernachtest. Und wir meinen manchmal, die fromme Nummer zu schieben. Und sind in Wirklichkeit längst beim freudlosen Gottesdienst angelangt. Beides, was ich beschrieben habe, ist nicht wahrer Genuss. Wenn eine Mutter ein richtig gutes Essen kocht, sich richtig Mühe gibt, sich die Familie bei Tisch versammelt und die eine Hälfte schlingt dieses Essen einfach nur runter, haut sich ordentlich Ketchup noch irgendwo auf, das gut gewürzte Essen und Ähnliches und will eigentlich dann noch einen Burger bei Burger King nachholen, wodurch der wahre gute Geschmack längst verdorben ist, ist das kein guter Genuss. Und die Mutter wird enttäuscht sein, Weil es geht nur darum, diese Gabe schnell zu verschlingen. Wenn aber die andere Gruppe nur im Essen herumstochert und ständig darüber redet, kann ich das wirklich essen? Schadet es mir vielleicht nicht? Könnte da jetzt was Schlechtes kommen? Morgen ist wieder so ein ganzer Tag. Ganz ehrlich, den willst du auch nicht, wenn du dir Mühe gegeben hast und ein gutes Essen gekocht hast. Beide willst du nicht am Tisch sitzen haben, Sondern du willst jemanden da haben, der das, was du gemacht hast, genießt. Sich darüber freut. Es mit dir in Verbindung bringt und dankbar ist, dass du dir die Mühe gemacht hast, so toll zu kochen. Das ist das, was du dir wünschst. In 1. Timotheus 6, Vers 17, Vers, den wir gut kennen, die erste Hälfte, schreibt Paulus mal was. Über die Reichen, über die, die Geld haben. 1. Timotheus 6, 17. Den Reichen in dieser Welt gebietet, dass sie nicht stolz sein, auch nicht hoffen auf den unsicheren Reichtum. Das ist der, der die Gabe im Fokus hat und da seine ganze Hoffnung reinlegt. Sondern auf Gott. Und da machen wir meist einen Stopp bei dem Vers. Da kommt aber noch was anderes. Der uns alles reichlich darbietet. Und jetzt halte ich fest. Warum? es zu genießen. Keine moderne Übersetzung Luther. Gott gibt dir in unserem Leben, in deinem Leben richtig viel. Mit einem Ziel, dass du es genießt. Gott wünscht sich mit den Gaben, die er dir gibt, dass du nicht damit umgehst, wie mit dem Hochzeitservis, das du geschenkt bekommen hast. Ich glaube, das passiert nicht mehr ganz so viel. Aber wisst ihr, was ich noch kenne, was mit dem Hochzeitservis passiert, das man so aufzieht Das wird in die Vitrine gestellt Als Ausstellungsst aber nicht benutzt Genießt du Gottes gute Gaben in deinem Leben? Oder hast du es längst in die Vitrine geräumt, weil du Angst hast, dass irgendwas kaputt gehen könnte? Das ist, worauf Salomo raus will. Wenn er sagt, freu dich, genieß. Sei fröhlich. Er will, dass du genießt, was Gott dir gibt. Warum? Wenn wir das nicht tun, dann, glaube ich, kommt in unser Leben genau das rein, wo ich angefangen habe. Bitterkeit und Schaden. Da kommt nämlich der Prediger jetzt auch wieder hin im Vers 10. Prediger 11, Vers 10. Lass Unmut fern sein von deinem Herzen und halt das Übel fern von deinem Leibe. Denn Jugend und dunkles Haar sind eitel. Ich glaube, dass der Prediger hier die Folgen der beiden Zerrbilder anspricht. Wer zwar den Geber kennt, aber die Gabe nicht annimmt, landet schnell bei Unmut, Frust und Bitterkeit. Früher war alles besser. Ist so schlecht. Und morgen. Und ganz schnell ist der Schritt noch weiter, dass man allen anderen, die irgendetwas genießen, es nicht mehr gönnt. Kennt ihr diese Typen, die nur noch über die dunklen, finsteren Tage reden, das vielleicht sogar als Askese und von Gott auferlegt sehen, keine Freude mehr an jeder Kleinigkeit haben, die Gott ins Leben stellt und es anderen auch nicht gönnen. Salomon sagt, halt das bloß weg von deinem Leben. Wenn du in diesen Strudel drinsteckst, schau, dass du da rauskommst. und der Weg dahin ist Freude und fröhlich sein. Und ich glaube, er spricht auch die andere Gruppe an, deren Wege, Gaben zu bekommen, die Gott vielleicht gerade nicht gibt, längst ihrem Körper geschadet haben. Vielleicht ist dein Körper schon gezeichnet von dem Rennen hinter jedem Vergnügen her, das Gott gerade nicht gibt. auch da geht es umzukehren. Und so ist die Frage an uns. Ist unser Körper gezeichnet, weil wir Vergnügen dort suchen, wo es Gott gerade nicht gibt und wo Gottes Weg nicht ist? Oder ist unser Charakter gezeichnet von Unmut und Bitterkeit, weil wir längst vergessen haben, die Gabe des Gebers zu genießen? Und der letzte Teilsatz dieses Eitelkeit der Jugend und des schwarzen Haares beschreibt ein Hadern mit dem Jetzt. Weil man sich wünscht, man wäre noch 20, 30, 40 und nicht das dankbar annimmt, wo man heute ist. Das hat der Prediger früher schon mal aufgegriffen in 7 Vers 10. Sprich nicht, wie kommst, dass die früheren Tage besser waren als diese, denn du fragst das nicht in Weisheit. Ich glaube Gottes Wort und der Prediger hat zwei Antworten, wie es kommt, dass man mit 80 bitter wird. entweder, wenn ich die Gabe ohne Geber sehe, oder wenn ich den Geber ohne Gabe sehe. Dann bin ich auf dem besten Weg dahin. Und jetzt will ich die offenen Fäden von vorher noch aufgreifen, weil ich glaube, darin liegt die Lösung, wie das gelingen kann. Salomo hat gesagt, wir sollen unserem Herzen folgen. Und die Tora sagt das Gegenteil. Was nun? Das Herz ist doch gerade das Problem. Entweder es zieht mich zu den Gaben und sie werden zum Götzen und den Göttern meines Lebens. Weil ich denke, ich bekomme von ihnen Erfüllung. Oder sie ziehen mich zur Askese, bei der ich die guten Gaben nicht mehr sehe, weil ich so vorbildlich vor Gott leben will, dass ich längst nicht mehr erkenne, was ihr mir Gutes im Leben geschenkt habt. Das ist doch, wo unser Herz hinläuft. Und Luther hat Jeremia so schön oft zitiert, wenn er über das Herz nachgedacht hat mit Jeremia 17, 9. Es ist das Herz ein trotzig und verzagt Ding. Wer kann es ergründen? Es ist nicht unser Herz diese gro Herausforderung Und gleichzeitig und deswegen schreibt der Prediger es und das zieht sich das ganze Alte Testament ist es der Ort wo diese Entscheidungen getroffen werden Der Prediger lässt diese Spannung offen. Er hat keine Lösung an der Stelle. Und wir können nur, wenn wir in der Spannung drinstehen, in die Bitte von David aus dem Psalm 51 mit einstimmen. Psalm 51, 12. Psalm 51, Vers 12. Ihr kennt den Vers alle. Schaffe in mir Gott ein reines Herz und gib mir einen neuen, beständigen Geist. Wenn du Freude, Genuss in diesem Leben richtig leben willst, in dem Spannungsfeld zwischen Bitterkeit und Götzendienst, dann braucht dein Herz eine neue Ausrichtung, die richtige Ausrichtung. Denn nur dann kann es zum wirklichen Genuss werden. Und der Prediger reißt es an, wo das zu finden ist, nämlich im Höhepunkt seiner Rede, dummerweise im nächsten Kapitel. Ich weiß nicht, warum da ein Kapitelbruch ist. 12.1. Prediger 12.1. Der letzte zentrale Ratschlag. Denk an deinen Schöpfer in deiner Jugend, ehe die bösen Tage kommen. Und die jahre nahen, da du wirst sagen, sie gefallen mir nicht. Und ihr könnt zu Hause dann die nächsten Verse weiterlesen. Da beschreibt er nämlich, wie diese Jahre aussehen, die uns nicht gefallen. Sehr ausführlich. So. Was ist also der Punkt? Und der Prediger führt uns an die Quelle, wo wahrer Genuss möglich ist und zu finden ist. Nämlich in der Ausrichtung auf deinen Schöpfer. In der Ausrichtung auf den Geber der guten Gaben. Und das bringt zwei Dinge mit sich. Das allererste, und da müssen wir über den Prediger hinausgehen, aber da wissen wir mehr. Wer die wahre große Gabe seines Schöpfers kennt und sieht, nämlich seinen Sohn Jesus Christus, und ihm begegnet, der darf als alles allererstes in seinem Leben erfahren, dass diese dunklen, finstern Tage nicht das Letzte sind. Dass damit nicht alles zu Ende geht. Das ist ein Blick, den der Prediger noch nicht hat, den du und ich aber haben dürfen. Römer 8, Vers 11. Römer 8, 11. Nun ist ja der Geist, der in euch wohnt, der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat. Und weil Gott Christus von den Toten auferweckt hat, wird er auch euren sterblichen Körper durch seinen Geist lebendig machen, durch den Geist, der in euch wohnt. Hier ist die fundamentale Hoffnung, die du brauchst, um wirklich genießen zu können. Die letzten dunklen Tage haben nicht das letzte Wort, sondern es wird eines Tages den Moment geben, wo Gott deinen immer mehr kaputtgehenden Körper, deinen Körper, der vielleicht längst im Grab liegt, auferweckt zur wahren Freude, zum wahren Genuss, zum dauerhaften Genuss, ohne den dunklen, düstern Tagen. Hier ist fundamentale Hoffnung. Du musst nicht alles in das Hier und Jetzt pressen, weil mehr kommt. Nur wer in der Lage ist, über den Hauch des Lebens hinaus zu blicken, kann zu wahrer Festfreude und Genuss kommen. Schon hier und dann in der Ewigkeit. nur in der Ausrichtung auf deinen Schöpfer, nur in dem Bewusstsein dessen, dass er in der Lage ist, dich zu retten, zu erlösen, dass er in der Lage ist, die letzten Tage nicht das letzte Wort haben zu lassen. Nur darin kannst du an den Punkt kommen, in deinem Leben hier und heute etwas zu genießen, obwohl du weißt, dass morgen vielleicht ein schlechter Tag ansteht. Das ist eine Kunst. Und das ist die Kunst, wo Salomo uns hinführen will. Dass du heute Danke sagen kannst, den Tag genießen kannst, auch wenn du weißt, morgen steht die Mathe-Klausur an. Auch wenn du weißt, morgen kommt eine schwere Behandlung. Auch wenn du weißt, es wird schwerer, härter. Warum? Weil da mehr ist. Und das Zweite, was wir in der Ausrichtung auf unserem Schöpfer erfahren dürfen, ist etwas, was wir, glaube ich, zu oft verkennen. Wessen Herz auf Gott ausgerichtet ist. Der erfährt weißen Genuss. Das ist die Botschaft von Salomon. Also brauchen wir ein neues Herz, wie David bittet. Und genau das ist die Hoffnung,

und die Perspektive, dass wenn jemand Christus kennenlernt, ihn in sein Leben hineinlässt, er eine Sache macht, Wohnung nimmt da drin und neues Herz schenkt. Jeremia beschreibt das vorausschauend in Jeremia 31, 33. Jeremia 31, 33. Sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Haus Israel schließen will, nach dieser Zeit, spricht der Herr. Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben. Sie sollen mein Volk sein und ich ihr Gott. Wenn Jesus Wohnungen in unseren Herzen nimmt, dann geschieht eine Veränderung, weil dieses Herz eine Neuausrichtung bekommt und einen tiefen Wunsch verankert bekommt, Gott gefällig zu leben. Ja, das Herz ist ein trotzig Ding. Aber ich habe manchmal den Eindruck, dass wir vergessen, dass wenn eine Wiedergeburt geschehen ist, hier ein neues Herz angebrochen ist, der heilige Geist Wohnung nimmt, der uns leitet und führt. Und dem wir auch ein Stück weit vertrauen dürfen, dass er uns recht führt, dass er uns kluge, weise Entscheidungen treffen lässt. Ja, vielleicht sind wir manchmal versucht abzubiegen in eine falsche Richtung. Aber das ist der große Unterschied. Ein wiedergeborenes Kind Gottes wird Gott nicht laufen lassen. Er wird sein Herz immer wieder neu auf seinen Schöpfer ausrichten. Und deswegen glaube ich, dass wir mutig wirklich tun dürfen, wozu Salomo uns auffordert, unserem Herzen folgen. Wenn es ein Neues ist, wenn es eine Wiedergeburt erfahren hat, wenn der Geist Gottes in uns lebt, in dieser Ausrichtung immer wieder auf den Geber und Schöpfer der guten Gaben. und dürfen mutig sein. Vorwärtsgehen, das annehmen, was Gott in unser Leben hineinstellt. Vielleicht das steckt da glaube ich auch drin M ergreifen weil Gott mir irgendwas aufs Herz legt dass ich mich einbringe einsetze und so weiter Da muss ich nicht immer zagenzittern hinten dran stehen gehe ich jetzt wo in den falschen Weg sondern mutig rein und freu dich vorw was riskieren Ja, und wenn es dich ein bisschen was kostet und ein paar ruhige Tage ist, wurscht, ganz ehrlich, nach diesen düsteren, dunklen Tagen kommt Herrlichkeit und was Besseres. Also gib Gas, sei mutig und lebt da drin. Warum können wir das? Dann, wenn unser Herz auf den Geber der Gaben ausgerichtet ist. Und das ist es, was der Prediger erreichen will. Was Ante Dank eigentlich erreichen will. Es will nicht, dass wir dann ein Altar bauen mit Früchten. Das ist gut, weil uns das vor Augen stellt. Sondern es will, dass wir den sehen, der dahinter steckt. Der Geber. Dann komme ich zu Wahngenuss. Vielleicht genieße ich dann eine Wanderung. Vielleicht genieße ich gutes Essen. Vielleicht genieße ich einen schönen Urlaub. Aber nicht mehr um der Gabe willen, sondern weil ich dahinter jemanden sehe, der mich liebt und was für schöne Dinge er mir schenkt. Weil ich die Freude eines Gottes sehe, der uns Gutes tut. Und ja, ich weiß, morgen wird auch vielleicht Leid in mein Leben hineinkommen, wo ich hindurchgehen muss. Aber heute hat er einen anderen Tag geschenkt. Nehme ich diesen dankbar und mit Freude an? Habe ich diesen Blick auf Gottes Geberherz? Römer 8, 32 beschreibt es, wie Gottes Herz ist, der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahin gegeben. Wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Paulus sagt ein Ding. Wenn Gott dir das Wertvollste gibt, nämlich seinen Sohn, wenn Gott das tut, sollte er dann nicht in der Lage sein dir alles andere Gute in deinem Leben zu geben Ich sehe wenn ich in die Bibel hineinschaue wenn mein Herz auf ihn ausgerichtet ist. Einen Gott, der gerne gibt. Ein Gott, der wie er auftritt, habe ich schon mal gesagt, Wasser zu Wein macht, über den sie geschimpft haben, wie er auf der Welt hier gelebt hat, dass er die ganze Zeit essen und trinken würde. Könnt ihr Matthäus 11, 19 nachlesen. und einen Gott der folgen, das sagt in Johannes 10, 10. Der Dieb kommt nur, um die Schafe zu stehen und zu schlachten, um Verderben zu bringen. Ich aber bin gekommen, um ihnen Leben zu bringen, Leben in ganzer Fülle. Glaubst du, bei Gott den besten Genuss zu finden? In der Ewigkeit, aber auch schon für dieses Leben hier und heute? Unser Problem ist vielleicht, dass wir eine Vorstellung haben, was wir jetzt genießen müssen und gar nicht mehr sehen, was Gott uns aber heute zum Genießen gibt. Und das ist die Herausforderung, die Ernte Dank an dich und mich stellt. Siehst du die Dinge, die Gott heute gibt? Genießt du sie? Freust du dich drin? Hier sind die Juden und das hebräische Denken so ganz anders als die Griechen. Die haben den Leib und den Geist getrennt. Genuss ist nichts Gutes, obwohl sie es ziemlich übertrieben haben. Die Juden bringen beides zusammen. Das Laubhüttenfest findet in einer zerbrechlichen Behausung statt. Ein paar Äste mit Blättern drüber und ähnliches. Und trotzdem soll es das Fest der Freude und das Fröhlichsein sein. und so wünscht sich der Prediger auch dein und mein Leben in einer zerbrechlichen Behausung, mit finsteren und dunklen Tagen und trotzdem fröhlich, freudig die Dinge annehmen, die Gott schenkt, mit dem Blick darauf, dass diese dunklen Tage nicht das letzte sind Meine These f heute Ich werde nur dann zum fr 80 werden ja und ich wei der Ma ist angelegt. Wenn mein Schöpfer im Zentrum meines Lebens ist und ich seine guten Gaben dir mir schenke, fröhlich, feiernd aus seiner Hand genieße, trotz der dunklen Tage meines Lebens, die da sind oder kommen. Echte Dankbarkeit, echtes Antedank ist weiser, dankbarer Genuss trotz der dunklen Tage. Der Prediger zeigt uns das Bild eines Menschen, der die Gabe genießt, die Gott jetzt schenkt. Gib Gott heute einen schönen Tag für dich, dann genieß ihn, feier ihn, sei fröhlich. Red nicht mit Unmut über alles, was das trüben könnte. Werd nicht bitter, sondern genieß es. Er hat das rein gegeben für dich. Er wünscht sich, dass du es dankbar annimmst. Gib Gott dir heute einen dunklen Tag. Dann weist dich in ihm geborgen und seht das Morgen das Ende aller dunklen Tage. so wirst du zu einem Mensch, der trotz und in dunklen Tagen genießen kann, der fröhlich ist. Und ich glaube, das ist der einzige Weg, diese Ausrichtung auf den Gabengeber, um mit 80 fröhlich zu sein. Amen. Musik

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